Interbrand-Studie :
Markenwert: Mercedes zurück in globaler Top Ten

In Markenwert-Ranglisten bleiben die Tech-Riesen Apple und Google die unangefochtenen Spitzenreiter. In Deutschland holen vor allem die Autobauer auf - bis auf Volkswagen.

Text: W&V Redaktion

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Mercedes, hier die Generation EQ bei der Pariser Motor Show, arbeitet sich zurück in das Top-Ten-Ranking der Markenwertstudie.
Mercedes, hier die Generation EQ bei der Pariser Motor Show, arbeitet sich zurück in das Top-Ten-Ranking der Markenwertstudie.

Apple bleibt in der jährlichen Studie der Marktforschungsfirma Interbrand trotz der Absatzrückgänge beim iPhone die wertvollste Marke der Welt. In der am Mittwoch veröffentlichten Rangliste errechnete Interbrand für Apple einen Markenwert von gut 178 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von fünf Prozent. Google holt auf
Platz zwei mit einem Plus von elf Prozent auf 133,25 Milliarden Dollar etwas auf. Platz 3 behielt der langjährige Spitzenreiter Coca-Cola, wenn auch weit abgeschlagen mit gut 73 Milliarden Dollar. Das war ein Rückgang von sieben Prozent.

Deutsche Marken konnten deutlich zulegen. So kehrte Mercedes-Benz mit einem Sprung von 18 Prozent auf 43,5 Milliarden Dollar auf Platz 9 in die Top 10 zurück. BMW ist nach einem Zuwachs von zwölf Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar dicht dran auf Rang 11.

Für Volkswagen ging es dagegen nach dem Abgasskandal mit einem erneuten Minus von neun Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar abwärts - vom 35. auf den 40. Platz. Zugleich sehen die Marktforscher die Konzerntöchter trotzdem im Aufwind: Audi rückte im Ranking mit einem Markenwert-Zuwachs von 14 Prozent auf rund 11,8 Milliarden Dollar vom 44. auf den 38. Platz vor. Und Porsche stieg nach einem Plus von 18 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar um sechs Positionen auf Rang 50.

Außerhalb der Autobranche kletterte die Allianz vom 54. auf den 51. Platz, Siemens von Rang 53 auf 52, Adidas von 62 auf 60 und DHL von 80 auf 77.  

Interbrand berechnet den Markenwert auf Basis von Geschäftszahlen, der Wirkung der Marke auf die Kunden sowie einer Einschätzung der Fähigkeit, in der Zukunft Gewinne zu sichern. In der Markenstudie "BrandZ" des Marktforschungsunternehmens Millward Brown holte sich in diesem Jahr Google den Spitzenplatz von
Apple zurück.

Das schnellste Wachstum in der Interbrand-Liste legte Facebook hin, mit 48 Prozent auf 32,6 Milliarden Dollar. Damit rückte das weltgrößte Online-Netzwerk vom 23. auf den 15. Rang vor. Für Amazon errechnete Interbrand ein Plus von 33 Prozent auf 50,3 Milliarden Dollar, das reichte, um vom 10. auf den 8. Platz vorzurücken. Der Elektroauto-Hersteller Tesla kam mit gut vier Milliarden Dollar erstmals unter die Top 100. Auch Dior ist dort erstmals vertreten.

Die wertvollste Schweizer Marke ist auch 2016 Nescafé. Das Wachstum der Marke hat sich jedoch mit plus zwei Prozent deutlich verlangsamt, Rang 36 können die Schweizer dennoch verteidigen. Nestlé kann zwar noch ein Wachstum von einem Prozent verzeichnen, rutscht dennoch von Rang 52 auf 56. (fs/dpa)


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