"Vielen ist bewusst geworden, dass die Krise allen Einschränkungen zum Trotz auch Positives bewirkt hat," sagt Kolleth. So schätzten beispielsweise 61 Prozent der Marketing-Entscheider die neuen virtuellen Arbeitsmöglichkeiten und Technologien, die verstärkt zum Einsatz kommen. Die Hälfte habe sogar das Gefühl, dass ihr Team in den vergangenen Monaten enger zusammengerückt sei. "Das heißt aber nicht," so Kolleth, "dass alle gleich gut mit der neuen Situation umgehen können. Die Anforderungen an das, was Teams heute im New Normal leisten müssen, haben sich im Vergleich zu vorher ein ganzes Stück weit verschoben."

So glaubt die Hälfte der befragten Marketer beispielsweise, dass Arbeiten von zuhause zur neuen Normalität gehören wird. Immerhin 13 Prozent befürchten dadurch allerdings negative Auswirkungen auf die Kreativität in ihren Teams, vor allem weil der direkte Austausch erschwert wird. Letztendlich erkennen dann auch nur drei Prozent in der Heimarbeit einen eindeutig positiven Einfluss auf die Kreativität.

Keine schnelle Rückkehr zur Normalität

Trotz des weitgehend positiven Ausblicks glauben nur fünf Prozent der befragten Marketer an eine schnelle Rückkehr zur Vor-Corona-Zeit. Dem gegenüber stehen 41 Prozent, die der Ansicht sind, dass die Corona-bedingten Veränderungen ihre Arbeit langfristig beeinflussen werden und 54 Prozent, die lediglich einen eher kurzfristigen Effekt erwarten. Und auch auf die Motivation der Mitarbeiter hat die Corona-Krise einen erheblichen Einfluss. Während lediglich 24 Prozent keinen Unterschied erkennen können, berichten 41 Prozent von einer gestiegenen und 35 Prozent von einer gefallenen Motivation. Letzteres dürfte mit dem Mangel an Interaktion mit den Kollegen zusammenhängen: 56 Prozent der befragten Marketer halten folglich regelmäßig abgehaltene virtuelle Meetings über Online-Plattformen für sehr bedeutsam.