Was KI im Marketing leistet

  • 29 Prozent der Befragten verwenden etwa KI, um Angebote via E-Mail zu personalisieren – basierend auf dem Online-Verhalten.
  • 44 Prozent der Marketer setzen IoT-Geräte ein.
  • 32 Prozent nutzen Sprachassistenten wie Alexa oder Siri.

Diese Personalisierung hat einen positiven Effekt auf den Markenaufbau (92 Prozent) und verbessert die Kundenbindung (85 Prozent).  

Deutsche Marketingentscheider verhalten sich hier etwas anders – aber nicht unbedingt so, wie mancher vermutet: 

  • Sie setzen KI stärker als der internationale Durchschnitt ein: 39 Prozent statt 29 Prozent.
  • 43 Prozent gehen über gesetzliche Regelungen und Industriestandards hinaus, um die Privatsphäre der Kunden zu schützen.

In Deutschland:

Salesforce

Kunden stehen der Verwendung ihrer Daten positiv gegenüber, wenn sie dafür persönlicher angesprochen werden. 88 Prozent geben gerne ihre Daten im Tausch gegen personalisierte Angebote weiter. Dabei kann Künstliche Intelligenz helfen, zwar nicht als Allheilmittel, aber als schlauer Assistent für Verkauf und Service: "Die Automatisierung trägt dazu bei, die Interessen, die Historie, das Verhalten aufzunehmen, zu analysieren und auf der Basis ein relevantes und personalisiertes Markenerlebnis zu schaffen", sagt Bernd Wagner,  Area Vice President Salesforce Marketing Cloud. "KI-gestützte Hinweise und Gesprächsempfehlungen können da eine große Hilfe für z.B. Service-Mitarbeiter darstellen."

Insgesamt hat sich noch kein dominierender Einsatzzweck von KI im Marketing herauskristallisiert. Das liegt auch an der Vielfalt von Feldern, in denen KI getestet wird. Heute verwenden Marketing-Entscheider KI etwa dazu, die Customer Journey zu personalisieren, dynamische Websites und Landing Pages zu generieren, Vorhersagen über die Customer Journey zu treffen, ihre Zielgruppen besser zu clustern oder Interaktionen in Messengern und auf Social-Media-Plattformen zu automatisieren.

Diese KPIs zählen im Data Marketing

60 Prozent der Marketing-Entscheider setzen inzwischen auf Kennwerte zur Kundenzufriedenheit wie etwa den Net Promoter Score, 52 Prozent analysieren, wie oft sie Leads durch Kundenempfehlungen generieren. Bei der Technologie hinter der Erfolgsmessung zeigt sich ein uneinheitliches Bild: DMPs (54 Prozent), datengetriebene Modellierungen (42 Prozent) oder Attributionsmodelle (41 Prozent) sind weniger verbreitet als der Blick in kanalspezifische Analytics-Lösungen.

Deutschland:

Salesforce

Alles Realtime?

Die Zahl der Kanäle steigt und Marketingchefs ist es wichtig, Informationen in Echtzeit zu bekommen, um ihre Ressourcen gut planen zu können. 

  • 52 Prozent der Marketing-Fachleute nutzen bereits das direkte Feedback der Kunden, um Strategie und Taktik direkt anzupassen. Genauso viele gehen mit den Kunden in Echtzeit in den Dialog.
  • Der Wechsel zwischen Kanälen ist dabei für die meisten noch eine Herausforderung: Nur 28 Prozent zeigen sich zufrieden damit, wie gut ihnen dies bereits möglich ist.
  • 32 Prozent geben an, dass ein gewählter Kanal mit den restlichen dynamisch koordiniert wird – in Deutschland sind es nur 27 Prozent.
  • Die Studie zeigt eine signifikante Spaltung: Während die Verwendung der gleichen Botschaft in verschiedenen Kanälen von 51 Prozent auf 39 Prozent zurückgegangen ist, ist der Anteil der nicht mit anderen verbundenen Kanäle von 21 Prozent auf 29 Prozent gestiegen.

Der komplette Salesforce State of Marketing Report 2018 kann gegen Adressangabe unter http://www.salesforce.com/stateofmarketing heruntergeladen werden.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".