Studie :
Marketing ohne Influencer ist möglich, aber sinnlos

Das denken offensichtlich viele US-Marketer. Sie halten Influencer Marketing zwar eher für wenig effektiv, wollen aber mehr investieren.

Text: Franz Scheele

Die in Los Angeles lebende Influencerin Chiara Ferragni hat auf Instagram 12,5 Millionen Follower
Die in Los Angeles lebende Influencerin Chiara Ferragni hat auf Instagram 12,5 Millionen Follower

Nur 36 Prozent der Marketer großer werbungtreibender Unternehmen in den USA schätzen ihre eigenen Maßnahmen im Bereich Influencer Marketing als effektiv ein. 44 Prozent sehen sie eher als "neutral" und 19 Prozent sagen, sie seien ineffektiv. Dennoch überwiegt bei der Mehrheit (54 Prozent) die Zufriedenheit mit ihren Aktivitäten beim Influencer Marketing, weshalb sie künftig weiter in diesen Bereich investieren wollen.

Dies geht aus einer aktuellen Studie der amerikanischen Association of National Advertisers (ANA) hervor, für die 158 Marketer überregionaler US-Unternehmen befragt wurden. Danach setzen bereits 75 Prozent der Unternehmen Influencer bei ihren Marketing-Aktivitäten ein und 43 Prozent davon wollen die Spendings innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter erhöhen. Von den Firmen, die bislang noch nicht in diesem Bereich aktiv sind, planen mehr als ein Viertel (27 Prozent) den Einstieg ins Influencer Marketing.

Was die Ziele ihrer Aktivitäten angeht, so nannten 86 Prozent der Marketer die Erhöhung der Markenbekanntheit. Für 69 Prozent ist die Erstellung und Verbreitung von Content ein entscheidender Faktor und mehr als die Hälfte gibt an, dass sie mithilfe der Influencer die Markenwahrnehmung und den Abverkauf verbessern wollen (56 beziehungsweise 51 Prozent).

Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) setzen bei ihren Maßnahmen sogenannte Mid-Level-Influencer ein, definiert als Influencer mit einer Follower-Zahl von 25.000 bis 100.000. Auf Micro-Influencer (50 bis 25.000 Follower) bauen 59 Prozent der Unternehmen und auf Macro-Influencer (über 100.000 Follower) 44 Prozent.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.