Torwandschießen :
Media Markt verwehrt Dauer-Torschützen weitere Teilnahme an Werbeaktion

Missglückte Werbeaktion: Zehn Tage lang galt bei Media Markt, wer an der Torwand trifft, bekommt seinen Einkauf umsonst. In der Aachener Filiale traf ein besonders begabter Fußballer ständig. Daraufhin wurde ihm die weitere Teilnahme an der Aktion verwehrt.

Text: Markus Weber

- 4 Kommentare

Vom 30. Mai bis 11. Juni lockte die Elektronikkette Media Markt ihre Kunden in bundesweit 255 Filialen zum "verrückten Torwandschießen" ein. Das Versprechen bei der Werbeaktion hieß: Wer trifft, bekommt den vorher getätigten Einkauf umsonst. Wahrscheinlich hatte man dabei darauf gehofft, dass Leo Messi und Cristiano Ronaldo daheim bleiben. Allerdings hatte Media Markt auch nicht mit Dany Ward gerechnet - Innenverteidiger des Fußball-Siebtligisten Arminia Eilendorf: Der nämlich hat in der Aachener Media-Markt-Filiale laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" so oft an der Torwand getroffen, dass es dem Marktleiter am Ende zu bunt wurde. Ward wurde die weitere Teilnahme an der Werbeaktion verwehrt. Offenbar war der treffsichere 33-Jährige von mehreren Kunden angesprochen worden, ob er nicht für sie schießen könne. Wie auch immer die genauen Umstände in Aachen gewesen sein mögen: Für Media Markt ist der Vorfall zweifellos ein wenig peinlich.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



4 Kommentare

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Anonymous User 12. Juli 2013

Was ist eigentlich aus der Sache geworden?

Niemand berichtet mehr... So schnell der Hype kam ist er auch wieder gegangen. Da fragt man sich, ob letztendlich doch die Angst vor dem Elektro-"Riesen" den kleinen Mann in die Knie zwang.

Anonymous User 14. Juni 2013

Nun ja, so läuft das Spiel eben. Ich kann auch nicht die Regeln während einem Spiel ändern, nur weil ich etwas nicht bedacht habe. Da ist mit zu rechnen und sollte einkalkuliert sein. Es hätte ja gereicht einen zusätzlichen Mini-Passus einzubringen. Jeder Schütze nur 1x pro Tag - oder eben nur für seine eigenen Einkäufe - oder was auch immer. So ist es schon sehr peinlich...

Anonymous User 14. Juni 2013

Grundsätzlich war es ja eine gute Aktion mit großer Reichweite, aber wenn - wie beschrieben - tatsächlich fremde Personen einen treffsicheren Fussballer ansprechen, um für sie zu das "Tor" zu treffen halte ich die Reaktion des Marktleiters für angemessen.
Aber: Bevor man hierzu einen NL verschickt, sollte man das auch durch recherchieren und nicht im letzten Absatz mit einem Hinweis ala "Wie auch immer die genauen Umstände in Aachen gewesen sein mögen: ..." kommen.
Das ist leider kein guter Journalismus...wie auch immer die Umstände zu diesem Schnellschuss geführt haben.

Anonymous User 14. Juni 2013

Genau an so einen Fall musste ich denken, als die Radiowerbung anfing.

Einige Leute können das sehr sehr gut. Und selbst wenn die bei zehn Mal zwei Mal daneben hauen, lohnt sich das immer noch, wenn man die Einkäufe vernünftig aufteilt bzw. sich abspricht und die Verluste solidarisiert.

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