Kampagne von Plantage :
Media-Saturn zeigt mit Juke allen den Mittelfinger

Media-Saturn startet eine breite Kampagne für die Download-Plattform Juke Musik. Die respektlosen Gute-Laune-Filme von Plantage sind eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Text: Lena Herrmann

30. Oct. 2015 - 4 Kommentare

Zu den Klängen von Lily Allens Hit "Fuck you" hüpfen fröhliche Menschen durch den TV-Spot und zeigen allen Umstehenden den Mittelfinger. Die respektlosen Gute-Laune-Filme promoten die neue Plattform von Media-Saturn. Ab sofort können registrierte User auf Juke Musik streamen, Filme leihen und kaufen sowie sich neue Spiele und Software downloaden.

Bereits 2011 hat Media-Saturn mit einem Musik-Streaming-Dienst unter dem Namen Juke experimentiert. Diese Marke wird jetzt in das neue Juke überführt, die noch bestehenden User dort integriert. Doch jetzt erreicht das Engagement der Ingolstädter eine neue Dimension: Juke bündelt alle Angebote der Holding, die bisherigen Downloadshops von Media Markt und Saturn werden integriert. Neben der Einfachheit in der Handhabung betont Media-Saturn als USP vor allem das breite Angebot von Juke. Mehr als 30 Millionen Songs, über 15.000 Filme und Serien, 1,5 Millionen Ebokks und je 2.400 PC-Games und Softwareanwendungen bietet die Plattform an.

Spot 2

"Digitales Entertainment steht an der Schwelle zum Massenmarkt", sagt Jörn Gillys-Niemeyer, Bereichsleiter Marketing & Sales von Juke. "Deshalb wollen wir jetzt unbedingt mitmischen." Noch ist der Markt sehr physisch, rund drei Viertel der Musik wird nach wie vor auf Tonträgern gekauft. Wie ernst es Media-Saturn mit Juke ist, zeigt auch das achtstellige Mediabudget, dass der Konzern für die Kampagne locker macht.

Von Anfang an in die Markenentwicklung integriert war die Agentur Plantage. Von ihr stammt das schwarz-gelbe Corporate Design, der Claim "Du kannst" und auch die Idee, der Konkurrenz via Kampagne den Mittelfinger zu zeigen: "Unsere Kampagne soll mit einer charmanten Angreifer-Tonalität zeigen, dass bei Juke geht, was andere Plattformen nicht können", sagt Lennart Witting, Geschäftsführer Kreation bei Plantage. "Entertainment ohne Passwort-Kleinklein und Entweder-Oder." Die Agentur hatte die Macher von Juke nach einem Pitch überzeugt.     


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.



4 Kommentare

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Anonymous User 22. November 2015

So ein Scheiss!!!
Jetzt kann man sein 6 jähriges Kind mittags schon nicht mehr vor den Fernseher setzen... jetzt kann ich ihm erklären was " fuck you" heißt
Und der Mittelfinger bedeutet!
FUCK YOU!!!

Anonymous User 30. Oktober 2015

Hallo Plantage! Geht mal ans Telefon. 2003 hat angerufen und will seinen Vignetten Film im Gettyimages Style wiederhaben.

Anonymous User 30. Oktober 2015

Der Link auf Juke im Artikel ist falsch, er verweist auf eine nicht mehr existente Seite von myjuke (das alte Juke) korrekt wäre https://www.juke.com/

Ansonsten ist der Spot natürlich sehr provokant, bin auf die Reaktionen gespannt, mal sehen ob Spotify & Co ähnlich kontern^^

Anonymous User 30. Oktober 2015

Fuck you und den Mittelfinger zeigen ist also eine charmante Angreifer-Tonalität – und der wird also der Konkurrenz gezeigt – aaahja. Und die sagt dann anscheinend ja dann wohl auch geht nicht? Oder wie? Hab ich noch nie gehört und auch noch nie so empfunden. Versteht natürlich jeder. Zugerechtgezimmert und schöngeschrieben – geht immer!

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