Ketchum Pleon/YouGov :
Mehrheit der Deutschen hält Heim-WM 2006 für gekauft

55 Prozent der Deutschen glauben, dass an den Vorwürfen rund um die angeblich gekaufte Fußball-WM 2006 in Deutschland etwas dran ist. Zerstört sehen die meisten das Sommermärchen dadurch aber nicht. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage.

Text: Markus Weber

55 Prozent der Deutschen glauben, dass an den Vorwürfen rund um die angeblich gekaufte Fußball-WM 2006 in Deutschland etwas dran ist. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag der Agentur Ketchum Pleon. Durchgeführt wurde die Online-Umfrage vom Marktforschungsinstitut YouGov am 22. und 23. Oktober unter 1.023 Personen. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Zugleich geben 65 Prozent der Deutschen an, dass sie das Sommermärchen durch den Skandal nicht zerstört sehen. Unter der aktuellen Diskussion leide vor allem das Image des Deutschen Fußballbundes (DFB), sagen 55 Prozent. 17 Prozent glauben, dass durch die "Spiegel"-Skandalgeschichte sowohl das Nachrichtenmagazin selbst als auch der DFB an Ansehen verlieren würden. Offenbar bleibt der "Spiegel" aus ihrer Sicht eindeutige Beweise schuldig. 66 Prozent der Befragten sehen durch die Vorgänge das Image Franz Beckenbauers als gefährdet an.

"Die schöne Erinnerung an die WM bleibt - nicht nur als Fußballfest, sondern weil die Deutschen das Motto 'Die Welt zu Gast bei Freunden' gelebt haben", zieht Ketchum-Pleon-Chef Dirk Popp sein Fazit aus der Umfrage.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.