Während 34 Prozent angeben, ihren eingeschlagenen Karriereweg nicht auf eine einzelne Person zurückführen zu können, ist für 13 Prozent der Betreuer während des Praktikums der entscheidende Faktor gewesen. Lehrer folgen mit 12 Prozent dicht dahinter. Auch für den weiteren Verlauf der Karriere geben 28 Prozent der Befragten an, mehrere Einflüsse gehabt zu haben.

Die erste Chefin gehört mit 12 Prozent ebenso zu entscheidenden Personen wie der Vorgesetzte in der aktuellen oder bisherigen Rolle (12 Prozent) und der Lehrer in der Schule (11 Prozent). Kollegen (7 Prozent) oder Mentoren (3 Prozent) haben hingegen wenig Einfluss. "Angestellte in höheren Positionen sollten ihre Vorbildfunktion nicht unterschätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass sie einen großen Einfluss auf ihre Mitarbeiter haben – sowohl positiv als auch negativ. Sie sollten immer bedenken, dass das auch die Arbeitgebermarke mit beeinflusst", sagt Wittmann.

Während die hierarchisch höher gestellten Mitarbeiter beziehungsweise Vorgesetzten für den Karriereverlauf wichtig sind, wird der Arbeitsalltag von den Kollegen entscheidend mitgestaltet. Allerdings haben nur 25 Prozent der deutschen Befragten laut der Umfrage einen "Cheerleader" oder Mentor am Arbeitsplatz, der aktiv ihren Werdegang vorantreibt – so wenige wie in keinem anderen Land.

Fast ein Drittel (29 Prozent) haben hingegen einen Konkurrenten oder Rivalen, mit dem sie sich im direkten Wettkampf sehen. Das empfinden jedoch nur 24 Prozent als negativ, denn laut den Betroffenen spornt der Rivale zu mehr Erfolg (68 Prozent) und härterer Arbeit (36 Prozent) an. 25 Prozent fühlen sich angetrieben, vor ihrem Konkurrenten befördert zu werden. Aufgrund dieser positiven Aspekte hätten nur 53 Prozent lieber einen "Cheerleader" als einen Rivalen.

Eine weitere wichtige Rolle im Berufsalltag spielt der "Arbeits-Buddy". 51 Prozent geben an, bei der Arbeit einen solchen besten Arbeitsfreund zu haben. Dieser hilft ihnen nicht nur, besser durch den Tag zu kommen (81 Prozent) und das Stresslevel in Grenzen zu halten (66 Prozent). Durch ihn fühlen sich 61 Prozent selbstbewusster und finden, dass die Karriere dadurch positiv gestaltet wird (56 Prozent).


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W&V Redaktion
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