Motto: Next Generation Food

Mit dem Verkauf von Lebensmitteln mit Insekten als nährstoffreiche Proteinalternative sieht sich der Düsseldorfer Konzern als Vorreiter für neue Lebensmittellösungen, so Fabio Ziemßen, der das Projekt bei der Metro betreut. Das Unternehmen hat eigens ein NX-Food-Lab (Next Generation Food) ins Leben gerufen. Die Einrichtung soll nach neuen Technologien, Impulsen und innovativen Produkten Ausschau halten. Als Partner dienen Universitäten, Forschungslabore und junge Unternehmen.

Das NX-Food-Lab kümmert sich auch um das Startup-Regal in ausgewählten Märkten der Marken Metro Cash & Carry und Real. Seit Februar 2018 läuft die zweite Runde ("Batch"). Drei Monate lang haben Kunden beider Vertriebslinien die Möglichkeit, die Produkte der jungen Firmen auszuprobieren. Einige Ideen aus dem ersten Batch haben zudem den Sprung in den österreichischen Markt geschafft. Ein weiterer Länder-Rollout ist in den kommenden Monaten geplant. 

Ab März führen zudem drei Metro Cash & Carry-Märkte essbare Strohhalme aus Apfeltrester, hergestellt vom Startup Wisefood. Das Ziel: Plastikmüll reduzieren.

Welche Insekten sonst noch aufgetischt werden

Auch andere Unternehmen sind auf den Insekten-Geschmack gekommen. Das norddeutsche Start-up Bugfoundation will bald Insekten-Burger hierzulande auf den Markt bringen - den Bux-Burger gab es bisher nur in niederländischen und belgischen Restaurants. 

Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass weltweit rund 1900 Insektenarten essbar sind. Ganz oben auf der Speisekarte von rund zwei Milliarden Menschen, die Insekten verzehrten, stünden Käfer, gefolgt von Raupen, Bienen, Wespen, Ameisen, Heuschrecken und Grillen. Unter Experten ist allerdings umstritten, ob Insekten dabei helfen können, die wachsende Weltbevölkerung mit Nahrung zu versorgen.


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.