Doch natürlich hat die Metro auch viel getan, um das eigene Online-Standbein zu stärken. Das Online-Sortiment der Elektroniktochter Media Markt umfasst inzwischen annähernd 70.000 Produkte. Bei Saturn sind es 50 000. Und die Mühe scheint sich zu lohnen. Nach etlichen Krisenjahren weist die Kette sei Mitte des Jahres endlich wieder steigende Umsätze und Gewinne aus.

Viel bleibt allerdings auch noch zu tun. So sind die Wachstumsraten der Tochter Kaufhof im Online-Geschäft mit einem Plus von 60 Prozent zwar auf den ersten Blick beeindruckend. Dennoch macht der Online-Anteil am Gesamtumsatz der Warenhauskette gerade einmal zwei Prozent aus. Dabei gehört der Fashion-Bereich zu den Branchen, in denen der Siegeszug des Online-Handels am weitesten fortgeschritten ist.

Kein Wunder also, dass Koch noch ein enormes Wachstumspotenzial für die Internetaktivitäten der Metro sieht. Der Online-Anteil am Media-Saturn-Geschäft werde schon bald die 10-Prozent-Marke deutlich überschreiten und könne auch "in Richtung 20 Prozent plus" gehen, meint er. Bei Kaufhof sei ebenfalls ein Online-Anteil von über 20 Prozent drin. Auch bei den Metro-Großmärkten werde der Internethandel künftig eine wesentlich größere Rolle spielen.

Nur in einem Geschäftsbereich hat der Manager seine Zweifel am Siegeszug des E-Commerce. "Bei Lebensmitteln bin ich sehr skeptisch", sagt Koch. Es gebe zu viele Supermärkte und Discounter in Deutschland, der Preiswettbewerb sei zu hart, und die Verbraucher seien zu sehr auf den Preis fixiert. "Ich glaube das wird sehr schwer."