LGBTQ-Kampagne :
Mit diesem Ring wirbt Airbnb für die Ehe für alle

Airbnb will die Ehe für alle Australier erreichen. Der limitierte Ring, den Marc Newson für die Plattform entworfen hat, wurde schon mehr als 70.000 Mal auf Ebay verkauft.

Text: Nadia Riaz

Mit diesem Ring wirbt Airbnb für die Ehe für alle Australier
Mit diesem Ring wirbt Airbnb für die Ehe für alle Australier

Verschiedene australische Unternehmen haben in den letzten Wochen mit vielen kreativen Ideen für die Ehe für alle protestiert. Jetzt zeigt auch die Übernachtungsplattform Airbnb, dass sie die gleichgeschlechtliche Ehe befürwortet: Mit der Kampagne "Until we all belong" von der Agentur Clemenger BBDO Melbourne und einem gravierten Ring.

Der Ring hat eine Lücke

Dafür hat Marc Newson, der auch das iPhone entworfen hat, einen Ring mit Lücke in der Mitte designt. Eine Lücke, die auf die fehlende Gleichberechtigung aufmerksam machen soll. "Wirst du diesen Ring tragen, bis irgendwann der Tag kommt, an dem jeder den Menschen heiraten kann, den er liebt?", fragt Airbnb auf der offiziellen Kampagnenseite. Mit einem Klick sagt man: "Ja, ich will."

Der Ring kostet 3,50 australische Dollar und wurde schon mehr als 70.000 Mal auf Ebay verkauft. Die Kampagne läuft zwölf Wochen lang, die Anzahl der Ringe ist limitiert.

Menschen teilen ihre Geschichte

Airbnb setzt mit "Until we all belong" auf Storytelling: Geoff zum Beispiel steht hinter der Ehe für alle, weil sein Sohn schwul sei. "Ich kämpfe für die Freiheit. Freiheit bedeutet Gleichberechtigung für alle. Aber mein Sohn bekommt sie in unserem Land nicht", sagt der Vater. Auch in den Social-Media-Kanälen ist die Teilnahme groß. Auf Twitter teilen Australier Bilder mit dem Hashtag #UntilWeAllBelong auf dem sie den schwarzen Ring tragen.

Warum das ganze? Der Senat lehnte letztes Jahr ein Referendum über die gleichgeschlechtliche Ehe mit der Begründung ab, das Parlament könnte darüber alleine entscheiden. Bisher ist das aber nicht passiert.

Noch ein guter Zweck: Open Homes für Obdachlose

Wie Airbnb kürzlich verkündete, hat es eine Plattform unter dem Namen "Open Homes" herausgebracht. Ihr langfristiges Ziel bestehe darin, in den nächsten fünf Jahren insgesamt 100,000 Menschen in Not vorrübergehend kostenfreie Unterkünfte zu vermitteln. Ein Unternehmen mit Herz.


Autor:

Nadia Riaz

Nadia Riaz ist Volontärin bei W&V und hat vorher Kommunikationswissenschaft, Europäische Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Bamberg studiert. Interessiert sich vor allem für kreative Kampagnen und Marketing. In der Freizeit liest sie am liebsten ganz viele Bücher.