''Corporate Influencer" – Mitarbeiter als Meinungsführer

Experten raten deshalb dazu, die Meinungsmacher direkt im eigenen Unternehmen aufzubauen. "Corporate Influencer" ist hier das Zauberwort. Dazu zählen neben der Geschäftsführung, die die Strategie und die Ziele des Unternehmens vermittelt und in der Öffentlichkeit repräsentiert, alle Mitarbeiter, die das Unternehmen und seine Kultur nach außen vertreten. Dies ist vor allem im Kontext von Employer Branding und Recruiting elementar wichtig, da sich potenzielle Mitarbeiter so ein Bild des Unternehmens machen können. Allerdings warnt Weigl davor, Personen in eine Rolle zu drängen: "Nicht jeder will oder kann Influencer sein. Deshalb muss man immer den Dreiklang aus Wissen, Können und Wollen beachten, damit es Sinn macht."

Erfolgsfaktoren: Kontrollverlust und Vertrauen

Klar ist: Influencer-Kommunikation ist eine strategische Maßnahme, die im B-to-B-Kontext gründlich geplant und langfristig angelegt werden muss, Schnellschüsse führen nicht zu Quick Wins, sondern verschwenden unnötig Ressourcen. Mut ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. "Influencer-Marketing ist authentisch. Es gibt hier kein Drehbuch. Unternehmen müssen daher mutig genug sein, ein Stück weit die Kontrolle abzugeben und sich auf den Influencer und dessen individuelle Art der Kommunikation einzulassen. Das bedeutet für viele Marketing-Verantwortliche ein Umdenken. Umso wichtiger ist es auch, die Influencer sorgsam auszuwählen. Es sollte eine Person sein, die sich in der Branche sehr gut auskennt und für die Zielgruppe eine Vorbildfunktion hat", bringt es bvik-Vorstand Dr. Andreas Bauer, VP Marketing & Communications der Leistritz AG, auf den Punkt.

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Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.