Rassismus-Vorwurf :
Mutter des H&M-Jungen versteht die Empörung nicht

"Kommt drüber weg", kommentiert Terry Mango, die Mutter des H&M-Models, der in seinem "Monkey"-Pulli für Protest weltweit gesorgt hat.

Text: Annette Mattgey

So sieht P. Diddy den Jungen. Er bot ihm angeblich einen Millionendeal als Model seiner Modemarke an.
So sieht P. Diddy den Jungen. Er bot ihm angeblich einen Millionendeal als Model seiner Modemarke an.

Halb so wild - so könnte man  - passend zum Thema der Auseinandersetzung - die Haltung von Terry Mango, so ihr Facebook-Profilname, zusammenfassen. Sie ist die Mutter des Jungen, der Anfang der Woche der Bekleidungskette H&M einen gewaltigen Shitstorm bescherte. Während der Pulli mit dem Aufdruck "Survival Expert" von einem weißen europäischen Jungen getragen wurde, hatte Mangos dunkelhäutiger Sohn einen mit dem Spruch "Coolest monkey in the jungle" an. Die Empörung war groß - von NBA-Spieler Le Bron James über P. Diddy, Kevin-Prince Boateng bis hin zu Boris Becker. Inzwischen hat H&M nicht nur das Bild gelöscht, sondern auch das Produkt komplett aus dem Shop entfernt.    

Mango, die laut Facebook-Profil aus Nairobi stammt und in Stockholm lebt, sagt außerdem laut der britischen Boulevard-Zeitung "Metro": "Dies ist eines von hunderten Outfits, für die mein Sohn Modell stand. Hört auf, Zeter und Mordio zu schreien. Kommt drüber weg." Sie sei bei allen Fotoshootings dabei gewesen. Jeder könne darüber denken, was er wolle, sie verstehe die Aufregung aber nicht. "So ticke ich nicht. Sorry". Ihr Post ist nicht öffentlich einsehbar. Unter den Bildern sieht man jedoch auch eines ihres Sohnes von Anfang Januar 2018, diesmal komplett in Adidas gekleidet.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 


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