Metrosexuell mit Comeback :
Nach der dicken Barbie ist vor dem Ken mit Dutt

Mattel hatte es angekündigt: Das Thema Vielfalt soll sich nicht nur auf kleine, große und dicke Barbie-Puppen beschränken. Ken hat aber keinen Bierbauch, sondern einen Dutt.

Text: Christa Catharina Müller

Für sein Glück fehlt Ken nur ein Avocado-Toast, scherzt das Netz über die neuen Ken-Puppen.
Für sein Glück fehlt Ken nur ein Avocado-Toast, scherzt das Netz über die neuen Ken-Puppen.

„Hat sich Mattel mit den neuen Puppen einen Gefallen getan?”

Jahrelang wurde gefordert, Barbie müsse realistischer werden. Schließlich diene die berühmteste Puppe der Welt Millionen Mädchen als Vorbild. Der zentrale Vorwurf: Aufgrund ihrer Anatomie - großer Busen, kleine Füße -, so der Vorwurf, würde sie spätestens alle zwei Schritte hinfallen.

Als Mattel im Januar 2016 mit einer "Time"-Titelgeschichte das Makeover der Barbie vorstellte, war die Freude nur von kurzer Dauer. Nach dem Motto: Gut, jetzt gibt es auch kleine, große und dicke Puppen, aber was ist eigentlich mit Ken?

Ken trägt Dutt statt Bierbauch

Der nach Lego zweitgrößte Spielehersteller der Welt musste seit Einführung der Diversity-Barbie zwar Umsatzeinbußen hinnehmen, trotzdem hat Mattel auf den Wunsch nach einem neuen Ken reagiert. Doch anders als viele im Netz gescherzt hatten, hat #newken keinen #dadbod. Im Gegenteil, der neue Ken ist überaus gepflegt oder um es mit einem Wort zu sagen: metrosexuell. Das Netz feiert die Entscheidung mit großer Schadenfreude ...

„Hat sich Mattel mit den neuen Puppen einen Gefallen getan?”


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

Christa Catharina Müller ist Teil des Teams Digital Storytelling, der Entwicklungsredaktion des Verlags Werben und Verkaufen. Sie ist verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung von Podcasts. Daneben experimentiert sie regelmäßig mit anderen Erzählformaten. Bevor sie zu W&V kam, war sie als freie Autorin mit den Schwerpunkten Mode und Digital tätig.