Social Media :
Nach Twitter-Revolte: Nike zieht Sturmhaube zurück

Der Sportartikelkonzern Nike hat eine Sturmhaube aus dem Verkauf zurückgezogen. Damit reagierte das Unternehmen auf die Vorwürfe, es würde die in Großbritannien verbreitete Bandenkultur unterstützen.   

Text: Belinda Duvinage

Nike löst eine scharfe Diskussion auf Twitter aus.
Nike löst eine scharfe Diskussion auf Twitter aus.

Die Sportmarke Nike muss massive Kritik über sich ergehen lassen. In den sozialen Netzwerken, aber vor allem auf Twitter war eine scharfe Diskussion über eine von Nike angebotene Sturmhaube entbrannt. Vor allem echauffieren sich die Kritiker über ein Bild, auf dem ein dunkelhäutiges männliches Model eine Sturmhaube der Marke Nike trägt, die Teile des Gesichts und Halses verdecken. Auf Twitter äußerte sich unter anderem der britische Journalist Pete Price empört: "Das ist eine Schande", twitterte @PeteCityPrice. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Anzahl der Messeattacken in Großbritannien bedrohlich ansteige und sich die Bandenkultur in London ausweite.

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Nike wehrt sich

Nike selbst wehrt sich laut Newsbeat (BBC) gegen die Vorwürfe. Demnach dulde man "in keiner Weise die ernsten Probleme der Verbrecher- und Bandenkultur." Vielmehr sei dieses Produkt Teil einer Trainingskollektion gewesen, die an verschiedenen Modellen präsentiert wurde.Gegenüber Newsbeat bestätigte Nike außerdem, dass die Sturmhaube zuvor auf der Website zum Verkauf angeboten worden war, mittlerweile aber aus dem Sortiment genommen wurde. 


Autor:

Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.