Die neue Website liefert Informationen zu den Services der Stadt Hamburg wie Stadt-Rad oder Velorouten und soll außerdem Hamburgerinnen und Hamburger sowie Gäste dazu einladen, die Stadt auf dem Rad zu entdecken. Eine digitale, interaktive Karte zeigt den Planungsstand für den Ausbau der Radrouten. Hamburg macht so die Baumaßnahmen und die infrastrukturelle Entwicklung transparenter.

Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin der Stadt Hamburg, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: "Die vielen Radfahrerinnen und Radfahrer verändern Hamburg positiv. Damit sich dieser Trend fortsetzt, investieren wir mitten in der bebauten Stadt stark in ein modernes Radwegenetz und bieten hochwertige Services an."

Mit dem "Bündnis für den Radverkehr" im Juni 2016 hat die Stadt Hamburg sich selbst das Ziel gesteckt, den Radverkehr zu verbessern und so eine fahrradfreundlichere Stadt zu werden. Neben den beschlossenen baulichen Maßnahmen und den Serviceangeboten setzt die Hamburg Marketing GmbH in enger Abstimmung mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation eine Kommunikationskampagne zur Stärkung des Radverkehrs sowie der Lebensqualität in Hamburg um.

Kampf dem Plastikmüll

Unabhängig davon sagt nun ein Hamburger Start-up dem Plastik den Kampf an: Cirplus will dafür sorgen, dass mehr Plastik wiederverwertet wird – und hat eine Digitalplattform geschaffen, die den Handel mit recycelten Kunststoffen so effizient und einfach wie möglich macht.

Gründer Christian Schiller stieß auf das Problem bei einem Segeltörn vor der Küste Kolumbiens: Als er in einen riesigen Teppich aus Plastikmüll geriet, spürte er hautnah die Auswirkungen der Meeresverschmutzung. Zusammen mit dem Software-Entwickler Volkan Bilici gründete er Ende 2018 die digitale Handelsplattform Cirplus für Alt-Plastik, die nun live gegangen ist.

Hier sollen sich Kunststoffverarbeiter und Recycling-Unternehmen vernetzen und europaweit recyceltes Plastik handeln - von Ballenware bis zum Regranulat bzw. Rezyklat.

Das am 1. Januar in Kraft getretene Verpackungsgesetz kommt Cirplus zugute. Die Verordnung verlangt für Kunststoffe aus Verpackungsabfällen eine Recyclingquote von 58,5 Prozent statt wie bisher 36 Prozent, ab 2021 sogar 63 Prozent. Nach dem Willen des Gesetzgebers wird das den Einsatz von Alt-Plastik automatisch zu einem lukrativen und boomenden Markt werden lassen, schreiben die Start-up-Gründer.

Blockchain-Experte Bilici steckt hinter dem Algorithmus der Plattform, der Käufer und Verkäufer automatisiert zusammenbringt. "Das deutsche Verpackungsgesetz und die Plastikstrategie der EU formulieren anspruchsvolle Vorgaben, die die Verpackungsbranche und Abfallwirtschaft vor enorme Herausforderungen stellen. Da wollen wir mit Cirplus helfen", sagt Christian Schiller. Seinen Angaben zufolge haben sich schon vor dem Start der Plattform 43 Unternehmen für die Warteliste registriert.

Cirplus wird unterstützt im Rahmen des Talent-Accelerator-Programms von Entrepreneur First und von Climate-KIC, der Innovationspartnerschaft der Europäischen Union gegen den Klimawandel, sowie derInvestitions- und Förderbank der Stadt Hamburg. Die Gründer von cirplus, Christian Schiller und Volkan Bilici, haben es sich zum Ziel gesetzt, die Menge an Plastikmüll, der in die Umwelt gelangt, auf null zu reduzieren.


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W&V Redaktion
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