Nachhaltigkeitsstudie: Hipp, Alete und BMW an der Spitze - doch insgesamt sinkt Vertrauen

Hipp, Alete und BMW belegen im Nachhaltigkeitsranking des "Sustainability Image Score 2012" von Serviceplan die Spitzenplätze. Die Studie zeigt jedoch, dass trotz gleichbleibender Bemühungen der Unternehmen um ihr Nachhaltigkeitsimage das Vertrauen der Verbraucher sinkt.

Text: Lea Götz

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Hipp, Alete, BMW, Miele, Bärenmarke, Landliebe, Audi, Otto, Mercedes-Benz und dm sind die zehn nachhaltigsten Unternehmen in Deutschland. So sehen das zumindest Verbraucher laut der Studie "Sustainability Image Score 2012" der Serviceplan-Gruppe. Am schlechtesten abgeschnitten haben demnach Burger King, die Deutsche Bank, Ound KiK, sowie - kaum verwunderlich - der insolvente Discounter Schlecker.

Die jährliche repräsentative Nachhaltigkeitsstudie soll zeigen, welchen Einfluss das nachhaltige Handeln von Unternehmen auf ihr Image und die daraus resultierende Kaufbereitschaft und Kundenbindung hat. Für die  Studie befragte Facit Research insgesamt über 7600 Konsumenten und Markenverwender. Die Online-Umfrage arbeitet mit einem eigenen System, genannt "Indicator-Set", welches die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit der Unternehmen abklopft und zu einem Indexwert zusammenfasst.

Das Ergebnis ist eher ernüchternd: bei allen bereits 2011 gemessenen Unternehmen ist die Nachhaltigkeitsakzeptanz gesunken. Woran liegt das? "Das lässt sich nicht mit der Performance einzelner Unternehmen erklären - es deutet eher auf einen generellen Wandel in der Gesellschaft hin. Die Verbraucher sind kritischer geworden: Die allgemeine Erwartungshaltung der Konsumenten steigt und im Gegenzug sinkt die Glaubwürdigkeit von Unternehmen", erklärt Ronald Focken, Geschäftsführer der Serviceplan-Gruppe.

"Objektiv ist der flächendeckende Rückgang der Nachhaltigkeitsimages schwer zu erklären, da die meisten Unternehmen ihre entsprechenden Aktivitäten beibehalten oder sogar ausgebaut haben. Aber genau das ist das Entscheidende: Beim Image zählt nicht, was objektiv getan, sondern was subjektiv wahrgenommen wird. Letztlich geht es also um Kommunikation und darum, als einzelnes Unternehmen gegen einen gesellschaftlichen Trend – den generellen Vertrauensverlust – anzurudern", ergänzt Katrin Meyer-Schönherr, Geschäftsführerin Facit Research. Um als glaubwürdig wahrgenommen zu werden, hilft ihrer Ansicht nach nur eins: weiter gegen den gesellschaftlichen Vertrauensverlust angehen und die Kommunikation mit den Markenverwendern professionell und intensiv pflegen.

Genauso wichtig sei es, trotz des negativen Ergebnisses weiterhin die Faktoren zu pflegen, die für ein positives Nachhaltigkeitsimage sorgen. So zeige die Studie, dass vor allem die Steigerung der Lebensqualität, Engagement beim Umweltschutz und auch Auszeichnungen (wie z.B. Ökosiegel) großen Einfluss auf das Image der Unternehmen haben.

Wie im vergangenen Jahr wird auch 2012 wieder deutlich, welchen Branchen die Markenverwender am meisten vertrauen: es ist nach wie vor die Babynahrungsbranche, was die beiden Sieger Hipp und Alete beweisen. Nachfolger sind Automobilhersteller und Molkereiprodukte. Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie hier.


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