Interview mit CEO Per Ledermann :
Nagellacke statt Filzer: So wirbelt Edding den Beautymarkt auf

Eddings CEO Per Ledermann erklärt im W&V-Interview, warum er davon überzeugt ist, dass Nagellacke die Marke Edding fit für die Zukunft machen.

Per Ledermann, CEO von Edding.
Per Ledermann, CEO von Edding.

Edding wirbelt den Beautymarkt mit seiner Nagellacken derzeit gehörig auf. Statt auf Glamour setzt das Unternehmen auf die Edding-USPs Haltbarkeit und gute Deckkraft. Seit der Markteinführung vor zwei Jahren haben sich die Lacke gut entwickelt. Doch Edding-CEO Per Ledermann hat mit den Farben noch mehr vor.

Was haben Sie mit den Lacken in den kommenden Jahren vor?

Zu Beginn diesen Jahres haben wir die Marke Edding L.A.Q.U.E. aus unserer Ideenschmiede im Brand Management geholt und als eigene Business Unit aufgebaut, um es in den Strukturen des Unternehmens zu etablieren und auszubauen. Oberstes Ziel ist es, uns langfristig als Player im Beautymarkt zu etablieren. Und vor allem arbeiten wir hart an der Distributionsausweitung, auch außerhalb Deutschlands. Wir haben noch einiges zu tun, bis jede Konsumentin die Chance hatte, einen Edding auf dem Nagel zu testen.

Dabei denken Sie auch über kreative Vertriebswege nach.

Aktuell testen wir den Verkauf in hochwertigen Kreativ- und Schreibwarengeschäften. Die Idee kam auf Grund der Nachfragen unserer bestehenden Handelspartner zustande. Die höchsten Drehzahlen sehen wir derzeit in Kreativgeschäften in Skandinavien – ein echter Überraschungserfolg. Für Nagellack sicherlich ungewöhnlich, verkaufen wir auch auf Sportmessen oder Events. Sport ist für uns ein ideales Feld, da es die Powerfrauen unserer Zielgruppe anspricht und Nagellack bei sportlichen Aktivitäten oft einer besonderen Belastung ausgesetzt ist. Da können wir unsere Produkteigenschaften gut unter Beweis stellen.

Welche monetäre Erwartungen haben Sie an die Lacke?

Für neue Produktfelder im Rahmen der Markendehnung streben wir mindestens einen siebenstelligen Umsatz an. Den haben wir noch nicht ganz erreicht, sind aber auf gutem Wege.

Wie hoch sind die Marketingaufwendungen für die Lacke?

Unser Budget ist mit den bekannten Beauty-Riesen nicht zu vergleichen. Daher müssen wir besonders innovativ sein und gehen gerne auch mal ungewöhnliche Wege. Der Schwerpunkt unseres Tagesgeschäfts liegt auf Social-Media-Kommunikation mit gutem Community- und Influencermanagements. Ergänzt wird das Portfolio um dezidierte Out-of-Home- oder Anzeigen-Kampagnen. So haben wir zum Beispiel 2016 Klischees über Frauen mit dem Claim "L.A.Q.U.E. mich" mittels eines lackierten Mittelfingers den Kampf angesagt und auch für dieses Jahr planen wir eine Kampagne, die das Empowerment von Frauen in den Mittelpunkt stellt.

Warum die Nagellacke eine gelungene Markendehnung sind und wie der USP von Edding nicht nur die Beautyprodukte pusht, sondern den gesamten Markt disruptiert, das lesen Sie in der aktuellen W&V Nr. 19. Hier können Sie das Einzelheft bestellen. 

Nagellack von Edding.

Nagellack von Edding.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.



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