Media-Markt :
Native Advertising der Extraklasse: "Der dreiste Lügen-Opa" von Media-Markt

Viele Advertorials werden vermutlich nur von denjenigen gelesen, die sie geschaltet haben. Ganz anders dürfte es sich bei dieser Native-Ad von Media-Markt verhalten, die jetzt in der "Bild" erschienen ist.

Text: Markus Weber

Viele der meist langatmigen Print-Advertorials werden ja vermutlich nur von denjenigen gelesen, die sie geschaltet haben. Ganz anders dürfte es sich bei dieser Native-Ad von Media-Markt verhalten, die jetzt in der "Bild" erschienen ist. Obwohl sie korrekt als "Anzeige" gekennzeichnet ist, muss man dreimal hinschauen, um zu erkennen, dass hier die Elektronikfachmarktkette wirbt.

Beim geneigten "Bild"-Leser dürfte die Geschichte jedoch auf Interesse stoßen. "Das ist der dreiste Lügen-Opa", heißt es da in der Headline. "Für Flatscreen foppte er wochenlang seine Familie" (natürlich nicht ohne "Bild"-typischem Aufrufezeichen). Und dann weiter im Text: "Wenn es um die größte Glotze geht, kennt dieser Mann kein Halten."

Die "Bild"-Anzeige ist Bestandteil der Media-Markt-Kampagne "Wer will, der kriegt". In einem TV-Spot täuscht der 79-jährige Protagonist Opa Hermann eine gravierende Sehschwäche vor: Er setzt sich so nah vor den Mini-Fernseher, dass der Rest der Familie nur noch seinen Rücken bewundern kann.

Die Kampagne stammt von Ogilvy & Mather, Frankfurt.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.