Vermarktungs-Deal :
Nestlé verkauft Starbucks-Kaffee

Der Lebensmittelkonzern Nestlé übernimmt das Handelsgeschäft von Starbucks und wird die Produkte der Marke in Supermärkten anbieten.

Text: W&V Redaktion

Starbucks röstet und verkauft eigene Kaffeesorten.
Starbucks röstet und verkauft eigene Kaffeesorten.

Starbucks betreibt nicht nur Kaffeehausketten auf der ganzen Welt, sondern stellt auch Produkte wie Kaffeebohnen und Teebeutel her. Künftig kann der Schweizer Konzern Nestlé die Marke in allen Supermärkten vertreiben. Auch Kaffeekapslen für Nestlés Maschinen soll es geben. Für die weltweiten Vermarktungsrechte zahlt Nestlé 7,15 Milliarden Dollar (6 Mrd. Euro) in bar. Zudem übernimmt der Konzern rund 500 Mitarbeiter von Starbucks.

Das Geschäft soll sich ab 2019 steigernd auf Umsatz und Gewinn von Nestlé auswirken. Die Starbucks-Sparte kommt auf einen Jahresumsatz von 2 Mrd. Dollar. Ausgenommen von der Vereinbarung sind Fertiggetränke sowie der Verkauf sämtlicher Produkte in Starbucks-Cafés.

Nestlé verspricht sich von dem Zukauf eine Stärkung seines Geschäfts in Nordamerika. Beide Unternehmen wollen zudem bei der Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte zusammenarbeiten. "Das ist ein bedeutender Schritt für unser Kaffeegeschäft. Es ist die größte der schnell wachsenden Produktkategorien von Nestle", sagte Vorstandschef Mark Schneider laut Mitteilung.

Die Schweizer meldeten für das Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 75 Mrd. Euro. In Deutschland gab es 2,3 Prozent Wachstum (bereinigt) auf 3,2 Mrd. Euro Umsatz. 2018 will Nestlé weiter wachsen. Die Gewinne gingen in den Jahren seit 2014 leicht zurück auf zuletzt 6,26 Mrd. Euro weltweit (2017). (dpa)


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