"Allah-Schriftzug" :
Neue Posse bei H&M: Diesmal geht es um Socken

Wellen-Linie oder "Allah"-Schriftzug? Vorsichtshalber zog H&M die beanstandeten Kindersocken aus dem Verkehr - und erntete dafür Kritik.

Text: Annette Mattgey

Diese Socken sind der Stein des Anstoßes.
Diese Socken sind der Stein des Anstoßes.

Das schwedische Bekleidungshaus H&M hat derzeit einfach keinen guten Lauf: Anfang des Jahres geriet H&M in einen Shitstorm, weil im Webshop ein farbiger Junge mit dem Sweatshirt "Coolest Monkey in the Jungle" abgebildet war. Auch die Geschäftszahlen sahen schon mal besser aus. Nach dem "Hoodie-Skandal" schlugen die Wellen hoch, H&M gelobte Besserung und berief eigens eine Managerin für Diversity, die den Mitarbeitern helfen sollte, sensibler mit heiklen Themen umzugehen.

Die Gratwanderung scheint extrem schwierig, nun wird H&M für sein übervorsichtiges Vorgehen kritisiert. Dabei geht es um eine Kollektion mit Kindersocken, die mit Lego-Motiven verziert sind. Dreht man einen der Socken mit einer Bauarbeiterfigur um, lässt sich die Linie darunter als "Allah" in arabischen Schriftzeichen lesen.

Gegenüber dem schwedischen Radiosender SVT sagte H&M-Sprecherin Petra Buchinger: "Dass der Aufdruck auf der Lego-Socke dem Wort "Allah" auf Arabisch ähnelt, ist kompletter Zufall. Aber weil sich Kunden beschwert haben, haben wir das Produkt zurückgezogen."

Diese Haltung ruft hauptsächlich kritische Stimmen hervor, die sich etwa fragen, warum H&M jetzt so rücksichtsvoll reagiere, während es sich beim "Hoodiegate" lange uneinsichtig gezeigt hat.

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Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".