Sixt-Kampagne :
Neues-Sixt-Motiv: Retourkutsche für Gauland

Sixt hat ein neues Motiv gefunden. Das umstrittene Zitat von Alexander Gauland zu Jerome Boateng drehen die Pullacher um.

Text: Anja Janotta

- 12 Kommentare

Das neue Motiv von Sixt.
Das neue Motiv von Sixt.

Lange Zeit war es ruhig um die Pullacher Autovermieter, jetzt endlich greift Sixt mal wieder in das aktuelle Geschehen ein. Die abschätzige Bemerkung des brandenburgischen AfD-Politikers Alexander Gauland gegenüber Jerome Boateng ist die neue Zielscheibe. Dieser hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ein umstrittenes Interview gegeben, in dem er sagte: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Mittlerweile sagt Gauland, er sei von der Zeitung falsch zitiert worden. 

Nun dreht Sixt den Spieß um und ermutigt zum Distanzieren von Gauland. Das aktuelle Motiv zeigt einen Umzugslaster, den Poltiker und die Schlagzeile "Für alle, die einen Gauland in der Nachbarschaft haben." Es ist in enger Zusammenarbeit mit der Agentur 19:13 entstanden. Auf Twitter und im Social Web findet das Motiv, das an diesem Dienstag als ganze Seite in der "Welt" geschaltet wurde, bereits großen Anklang.

Gauland selbst hat gegenüber dpa bereits Stellung bezogen. Er reagiert gelassen auf das Motiv, meint aber Sixt solle nun für die Partei spenden. Er sagte der Nachrichtenagentur: " «Wenn Sixt schon Werbung mit meiner Person macht, dann soll die Partei auch etwas
davon haben."

Zuletzt hatte Sixt den Drogenfund bei dem Grünen-Politiker Volker Beck aufgegriffen, damals mit der Headline: "Gönnen Sie sich zu Abwechslung mal eine Nase frischen Wind". Dieses Motiv allerdings hatte im Social Web zu starken Kontroversen geführt und war vielfach als "geschmacklos" kritisiert worden.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



12 Kommentare

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Anonymous User 8. Juni 2016

@john: gauweiler war auch jahrelang mitglied einer etablierten partei. willst du dich nicht der afd anschließen?
@radebergers: waren die npd-zitate auch aus dem zusammenhang gerissen? ich würde sagen, das ist rechter euphemismus.

Anonymous User 7. Juni 2016

Sixt hat es schon wieder getan. Sobald es einen Aufreger gibt, dauert es nicht lange und der Autovermieter kommt mit einem "witzigen" Plakat um die Ecke. Wie derzeit nach dem Wirbel um das Boateng-Zitat des AfD-Politikers. Die meist wenig orginellen Werbemotive gibts dann als Gratispropaganda für alle...

Anonymous User 7. Juni 2016

Megaaaaaa! Die headlines sind einfach nicht zu schlagen. So geht Werbung!

Anonymous User 7. Juni 2016

@Radeberger's: Die noch besser Informierten haben am Montag gesehen, dass Gauland sich bei Anne Will noch tiefer rein geritten hat... vor laufender Kamera, ohne Kürzungen und ohne aus dem Zusammenhang heraus.

Anonymous User 7. Juni 2016

Einfach geil! - Wobei es mir lieber wäre, der Gauland würde ausziehen. Ich will so einen weder in der Nachbarschaft noch sonst wo in unserem Land. - Vielleicht räumt Sixt ihm und seinesgleichen mal einen Sonderrabatt für den Umzug ein?

Anonymous User 7. Juni 2016

Inzwischen wissen die informierten, dass Gauland nicht nur reingelgt wurde, sondern auch aus dem Zusammenhang herausgerissen zitiert wurde. In meinen Augen journalistisch unterirdisch.
Wenn Sixt das nun nutzt zeigt sich, das sie ihre Kunden für blöd verkaufen. Obendrein riskieren sie, eine ganze Menge (potentieller) Kunden zu vergrätzen, indem sie sich unreflektiert Links outen.

Anonymous User 7. Juni 2016

Klasse gemacht und eigentlich schade, dass Sixt keine Panzer vermietet. Passende Headline: Für alle, die Montags nach Dresden müssen.

Anonymous User 7. Juni 2016

Ich bin Mitglied einer etablierten Partei und so gar kein Fan der AfD. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist die heimtückische Art des FAZ Journalisten Lohse. Er hat Herrn Gauland böswillig in eine Falle gelockt, um zu einer aufreizenden Schlagzeile zu kommen! Und niemand kritisiert dieses Fehlverhalten, diesen Missbrauch seines Journalistenberufes! Zugegeben, man muss nicht mögen, was die AfD verbreitet, dennoch ist sie vergleichsweise gezähmt, wenn man sich mal im Detail anschaut was Herr Trump von sich gibt und was die Republikanische Partei für Positionen vertritt. Und die Republikaner sind eine Megapartei im mächtigsten Land auf dieser Erde! Die wohl peinlichste Figur beim Talk mit Anne Will hat aber Justizminister Maas abgegeben, dieser Mann ist seines Amtes nicht würdig! Er sollte sich vielleicht mal um den Einfluss der sogenannten Scientology Church in diesem Land kümmern und prüfen lassen wieviele Opfer diese Sekte in diesem Land schon produziert hat! Aber da ist Herr Maas offensichtlich blind und taub zugleich! Kurzum: Hätte Herr Gauland den sympathischen Jerome Boateng wirklich diskriminiert oder beleidigt, dann wäre die Sixtanzeige so richtig gut!

Anonymous User 7. Juni 2016

Also ich finde diese Headline beschämend für die Werbelandschaft. Den armen Alexander Gauleiter zu diffamieren. Der kann doch nix dafür, dass die Menschen um ihn rum nicht so aussehen, wie es sein Weltbild verlangt.

Anonymous User 7. Juni 2016

Die armen boykottierenden Wutbürger tun mir jetzt schon leid: Bei Sixt können sie Dank dieser Anzeige nun nicht mehr anmieten, Europcar ist zu EURO und Hertz klingt irgendwie jüdisch. In deren Haut möchte man nicht stecken ... :-(

Anonymous User 7. Juni 2016

Gefällt mir!!!!

Anonymous User 7. Juni 2016

Die Dislikes sind von Jung von Matt?,-)))))))))))))))))))

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