"Last" von Wieden + Kennedy :
Nike macht den Unsportlichen Mut

Nike verzichtet im Spot "Last" auf die üblichen Bilder von perfekten Athleten. Stattdessen demonstriert die Marke Mitgefühl mit den Nicht-Spitzensportlern.

Text: W&V Redaktion

29. Sep. 2015

Es gibt Werbefilme für Sportmarken, die motivieren Nicht-Spitzensportler wohl nur bedingt. So pflegt beispielsweise der US-Hersteller Under Armour gern das Bild vom perfekten, disziplinierten Athleten. Die Realität abseits von Werbedrehs sieht aber zumeist ganz anders aus. Dies greift der Under-Armour-Konkurrent Nike geschickt auf. Der Clip "Last" von der Nike-Stammagentur Wieden + Kennedy handelt von einer Marathon-Anfängerin. Die Bemühungen der Sportlerin werden mit einem gefühlvollen Lied von Aretha Franklin unterlegt. Der durchaus passende Titel des Songs: "Every Little Bit Hurts".

Zu einem ähnlichen Ansatz hat die britische Fitness-Organisation Sport England vor ein paar Monaten gegriffen. Im Clip "This Girl Can" (Kreation: FCB Inferno) treiben verschwitzte Frauen Sport. Die Werbetatik: lieber Problemzonen zeigen.

Letztendlich kopieren sich Nike und Wieden + Kennedy aber vor allem selbst: Im Jahr 2012 erdachte das Duo den "Jogger", der einiges mit Marathon-Dame gemeinsam hat.


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W&V Redaktion
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