Vielleicht war es das, was Renault bewogen hat, sich antizyklisch zu verhalten. Als einziger der fünf stärksten Werbungtreibenden im Pkw-Markt, wie unsere zweite W&V-Data-Analyse zeigt. Renault, von den Umsatzrückgängen deutlich mehr als VW oder Daimler betroffen (s.o.) erhöhte seinen Werbedruck um 4,6 Prozent und schiebt sich damit bei 49,44 Mio. Euro brutto Gesamtvolumen für den Zeitraum Januar mit April 2020 auf die Pole Position im untenstehenden W&V Data-Rankings der Autobauer, erstellt auf Basis des W&V Data-Dashboards zu den Top-Branchen und ihren Playern im Mediamix. Alle anderen setzen auf erhöhte Abwesenheit – insbesondere Opel mit Minus 50 Prozent seiner Spendings (s. Tabelle unen).

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Der Rückzug vieler Autobauer aus der Medienöffentlichkeit ist umso mehr eine frappierende Marketingentscheidung, als gerae beim Autokauf ein sehr langdauernder Kaufentscheidungsprozess vorausgeht. Gute Reichweiten, attraktive Werbeumfelder und hohe Aufmerksamkeit der Mediennutzer hätte man dafür jetzt alles haben können. Bleibt abzuwarten, inwieweit im Mai ein zweiter Autofrühling winkt.

Deutschlands größter Autobauer steht da als stärkster Werbungtreibender im April zumindest mit dem neuen Golf in den Startlöchern - wenn auch die heute wegen Rassismus-Vorwurf vieldiskutierte und mittlerweile zurückgenommene Insta-Story nicht das ist, was in Corona-Deutschland die alte Liebe zu den Autobauern beflügelt.


Januar mit April: Top Five der Pkw-Hersteller im Mediamix



Autor:

Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.