ÖkoGlobe: Anti-Umwelt-Preis für Audi

Das ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen hat zum fünften Mal den Umweltpreis für Nachhaltigkeits-Innovationen vergeben. Der erste Anti-Preis "Grüne Zitrone" geht an einen getunten Kraftzwerg.

Text: Frauke Schobelt

Die Gewinner des ÖkoGlobe 2011 stehen fest. Die Umweltpreise des ÖkoGlobe-Institutes der Universität Duisburg-Essen (UDE) gingen am 6. September an Daimler, BMW, Ford, Opel, Peugeot, Evonik sowie Continental, AirBerlin und Verbio. Erstmals wurde auch ein Anti-Preis vergeben: Die "Grüne Zitrone" erhält Audi für das Konzeptfahrzeug A1 Clubsport Quattro.

„Während die ÖkoGlobes für große Anstrengungen bei Nachhaltigkeits-Innovationen stehen, weist die grüne Zitrone auf falsche Entwicklungen hin“, erklärt Jury-Vorsitzender und UDE-Professor Ferdinand Dudenhöffer. Der Kleinwagen hat 503 PS und schafft den Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometer in 3,7 Sekunden. "Das sind Werte, die allgemein dem Segment der Supersportler vorbehalten sind, und machen im normalen Straßenverkehr nach Auffassung der Jury keinerlei Sinn", heißt es in der Begründung.

Zum fünften Mal zeichnete das ÖkoGlobe-Institut Innovationen zur nachhaltigen Mobilität aus. 78 Vorschläge gingen in den neun Kategorien ein, vor allem zu den Themen Elektromobilität und Leichtbau. Zur Persönlichkeit des Jahres wurde Maria Elisabeth Schaeffler gewählt, Gesellschafterin der Schaeffler-Gruppe. Der ÖkoGlobe wird durch die DEVK Versicherung und den ACV Automobil-Club Verkehr in Zusammenarbeit mit dem Institut verliehen. Der erste ÖkoGlobe 2007 wurde vom Aktionskünstler HA Schult initiiert.