Als "besonders ironisch" habe er empfunden, schreibt Özil in seinem Tweet, dass der Fußballverband zwar von ihm verlangt habe, sich von dem Foto mit Erdogan zu distanzieren, von seinem Generalsponsor aber keine öffentliche Erklärung zu den Vorwürfen des Abgasbetrugs verlangt habe. Mercedes wird 2019 als DFB-Generalsponsor von VW abgelöst.

Daimler-Sprecher Jörg Howe schrieb dazu auf seinem Twitter-Account:  "Wir werden uns die Vorwürfe von Mesut Özil gegenüber den Medien, dem DFB und den Sponsoren in Ruhe ansehen, bewerten und anschließend entscheiden".

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Özil kritisierte - ohne jedoch deren Namen zu nennen - auch das Verhalten zweier weiterer Sponsoren, die "aus Angst vor den Medien"  nicht mehr als Partner bei einem sozialen Projekt an seiner ehemaliger Schule in Gelsenkirchen hätten auftreten wollen, wo es um die Integration von Migrantenkindern gegangen sei. Sie hätten ihn kurz vor einem gemeinsamen Auftreten an der Schule im Stich gelassen.

Er lobt dagegen ausdrücklich die Loyalität seiner Partner Adidas, Beats und Big Shoe. Sie hätten "über dem Unsinn gestanden, den deutsche Medien über ihn verbreitet" hätten und ihn während der WM weiter bei sozialen Projekten in Russland unterstützt. Den Medien seien solche sozialen Projekte, die für ihn persönlich eine große Rolle spielen, dagegen keine Erwähnung wert gewesen.

Inzwischen meldet die dpa: Der Sportartikelhersteller Adidas will Fußballspieler Mesut Özil trotz seines Ausscheidens aus der Nationalmannschaft weiterhin unterstützen. "Wir bedauern, dass Mesut Özil nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen wird. Als Markenbotschafter bleibt er selbstverständlich ein Mitglied der Adidas-Familie", sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen der dpa.


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W&V Redaktion
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