Die garantierte Lieferung von unter drei Stunden mit einem Lieferfenster von 60 Minuten (15 Minuten bei der Premium-Lieferung) sei das Ergebnis einer reibungslosen Prozessabwicklung des halbautomatisierten und 7500 Quadratmeter großen Logistikzentrums bei München. Um flexibel agieren zu können, wird der gesamten End-to-End Warenfluss inhouse gesteuert und ausgeführt. "Im Grunde genommen sind wir ein Technologieunternehmen, das hochwertige Lebensmittel vertreibt", so Comor. Alle technologischen Voraussetzungen habe das Unternehmen selbst entwickelt, ein externer Support ist daher nicht erforderlich.

Erich Comor

Knuspr-CEO Erich Comor

In München wird das Unternehmen im ersten Jahr um die 250 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit wird noch nach Fachkräften aus den Bereichen Kundenservice, Logistik, Ein- und Verkauf sowie Qualitätssicherung gesucht. Auch Waren-Lieferanten können sich auf der Website für die Zusmamenarbeit bewerben.

Erich Comor, der in seiner Laufbahn unter anderem das tschechische Fintech-Unternehmen Air Bank gründete, hat das Management-Team von Knuspr in nur zwei Monaten zusammengestellt. Dazu zählen Peter Hoffmann, Director Marketing, und Commercial Director Jan Gerlach. Hoffmann war in leitenden Positionen im Marketing internationaler Konsumgüterunternehmen wie Procter & Gamble, Wilkinson Sword und Swarovski tätig. Gerlach hatte langjährige leitende Funktionen unter anderem bei Metro Cash & Carry inne; zuletzt war er Geschäftsführer der Peakwork AG.

Rohlik (das tschechische Wort für "Croissant") wurde 2014 von Tomáš Čupr in Tschechien gegründet. Mit einem erwarteten Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro in 2020 und über 500.000 Kunden ist Rohlik der erfolgreichste E-Food Anbieter im tschechischen Markt. Seit 2019 wird expandiert: Den Anfang machte Ungarn, wo mit der Marke Kifli in Budapest der Markteintritt gelang. In Österreich startet Rohlik unter dem Namen Gurkerl noch in diesem Jahr; im Dezember soll es in Wien losgehen.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde