Neuorganisation :
Opel Automobile wird neues Dach

Alle Geschäfte von Opel/Vauxhall, die Teil der PSA Group werden sollen, bündelt der Automobilhersteller künftig unter dem Dach einer Gesellschaft.

Text: Frauke Schobelt

Erfolgsmodell: 750.000 Bestellungen gibt es laut Opel für die fünfte Generation des Corsa.
Erfolgsmodell: 750.000 Bestellungen gibt es laut Opel für die fünfte Generation des Corsa.

Die Eingliederung von Opel in die PSA Group schreitet voran. Alle Geschäfte von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall, die Teil der französischen Gruppe werden sollen, bündelt der Automobilhersteller künftig unter dem Dach einer Gesellschaft. Das Handelsregister führt sie unter dem Namen Opel Automobile GmbH.

Wie das Unternehmen meldet, ist in einem ersten Schritt die Adam Opel AG bereits in eine GmbH umgewandelt worden. Im nächsten Schritt wird damit die Opel Group GmbH verschmolzen und danach alle operativen Geschäftsaktivitäten von Opel und Vauxhall unter dem Dach der Opel Automobile GmbH zusammengefasst.

Mit den gesellschaftsrechtlichen Veränderungen soll die Organisationsstruktur vereinfacht werden. Bereits Anfang April wurde die Belegschaft bei Betriebsversammlungen an allen deutschen Opel-Standorten über die geplante Neuorganisation des Unternehmens informiert. Und Opel beteuert erneut: "Alle Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer werden wie angekündigt in unverändertem Umfang erhalten bleiben. Sämtliche arbeitsrechtlichen Pflichten der derzeitigen Gesellschaften und die Tarifverträge werden übernommen." 

Erneut Verluste im ersten Quartal

Nach Konzernangaben haben Opel und Vauxhall mit 315.000 Autos in den ersten drei Monaten 2017 rund 8000 Einheiten mehr verkauft als ein Jahr zuvor, eine Steigerung um 2,6 Prozent. Dennoch fuhr Opel im ersten Quartal erneut Verluste ein. Laut Medienberichten begründet der Noch-Mutterkonzern General Motors den operativen Quartalsverlust von 201 Millionen Dollar (184 Mio Euro) vor Zinsen und Steuern unter anderem mit dem Verfall des Pfunds nach dem Brexit-Votum. Opel-Chef Karl Thomas Neumann verweist auch auf hohe Investitionen zur Entwicklung und Einführung neuer Modelle. "Unser Produktportfolio ist deutlich jünger als das unserer relevanten Wettbewerber. Das ist eine große Chance, auch neue Kunden zu gewinnen", erklärte er in Rüsselsheim. Über den weiteren Verlauf des Jahres äußert er sich zuversichtlich.  


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.