Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke tritt zurück

Nur 15 Monate nach seinem Amtsantritt ist Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke von seinem Rüsselsheimer Spitzenposten zurückgetreten. Ihm war es nicht gelungen, die leidgeplagte GM-Tochter aus den roten Zahlen zu führen.

Text: Markus Weber

12. Jul. 2012

Nur 15 Monate nach seinem Amtsantritt ist Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke von seinem Rüsselsheimer Spitzenposten zurückgetreten. Ihm war es nicht gelungen, die leidgeplagte GM-Tochter aus den roten Zahlen zu führen. Stracke werde künftig Sonderaufgaben für GM übernehmen, heißt es in einer Mitteilung des Autobauers. Wie diese aussehen sollen, wird offen gelassen.

Stracke ist sowohl als Opel-Vorstandsvorsitzender und als Präsident von General Motors Europe zurückgetreten. GM Vice-Chairman Stephen Girsky soll die Europa-Geschäfte von GM jetzt kommissarisch leiten. Der Opel-Aufsichtsrat wird in Kürze einberufen, um auch einen kommissarischen Opel-Vorstandschef zu benennen.

Erst heute früh hatte Opel erste Details seines neuen Kleinwagens Adam vorgestellt, der Anfang 2013 in den Handel kommen soll. Statt auf Werkschließungen und Entlassungen wollte Stracke auf eine Modelloffensive bei gleichzeitiger Kostensenkung setzen. Die ersten Marketing-Aktionen für den Kleinwagen Adam, der als "Lifestyle-Stadtflitzer" positioniert werden soll, klangen vielversprechend. Opel kooperiert dabei unter anderem mit jungen Künstlern wie Totally Enormous Extinct Dinosaurs.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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