Internationale Kampagne :
Opels neuer Konfigurator spielt die Hauptrolle

Der Weg zum neuen Auto führt heutzutage über online. Um diesen Weg nutzerfreundlich zu gestalten, launcht Opel den  "Selector", der die Konfiguration möglichst simpel hält.

Text: Annette Mattgey

So viele Entscheidungen wie beim Autokauf muss der Käufer selten fällen. Selbst wenn er weiß, welches Modell er will, hat er noch die Wahl diverser Ausstattungsvarianten, Lacke, Felgen und Antriebe. Opel will daher mit einer stark vereinfachten Version eines Konfigurators den Weg von der Online-Suche zum Händler vor Ort verkürzen. Ist der Prozess zu kompliziert, steigt die Bounce-Rate, die User verlassen frustriert die Seite. Der "Selector" wird erstmals bei der Einführung der "Black Edition" eingesetzt.

Scholz & Friends Possible hat das neue Tool entwickelt, das auch in der europaweiten Kampagne eine wichtige Rolle spielt. TV-Spots, Online-Filme, Anzeigen und Social-Media-Content sind zu sehen, und zwar in Belgien, Luxemburg, Spanien, Niederlande, Italien, Frankreich, Portugal und Österreich, wo die Modelle Mokka X, Astra und Corsa in der "Black Edition" erhältlich sind. Auf der eigens für die Sondermodelle erstellten Microsite (hier am Beispiel der Niederlande) lassen sich die Fahrzeuge dank des "Selectors" nach den eigenen Wünschen gestalten.

"Kaum einer will sich heute bei einem Autokauf stundenlang durch Konfiguratoren mit unzähligen Paket- und Ausstattungsoptionen klicken", sagt Christopher Menzel, Client Service Director bei Possible Deutschland. "Wir konnten die Komplexität der Customer Experience im Selector erheblich reduzieren: Die Angebotsstruktur wurde vereinfacht, die Auswahl erleichtert und dadurch das Preis-Leistungs-Verhältnis transparenter. So wird der interessierte Opel-Käufer unkompliziert und schnell zur Kaufentscheidung geführt." Der Selector ist eins der ersten gemeinsamen Projekte des im Juli 2017 gegründeten Joint Ventures zwischen Scholz & Friends und POSSIBLE Deutschland.

Dabei berücksichtigt der "Selector" die spezifischen Kundenbedürfnisse einzelner Zielgruppen und versucht, sie so schneller zur Kaufentscheidung zu bringen. Außerdem weiß der "Selector" um die Vorlieben einzelner Märkte: Das Produktangebot wurde basierend auf länderspezifischen Kundendaten ausgewählt und individualisiert.

"Mit Scholz & Friends Possible im Lead ist uns ein Quantensprung im Kampagnenangang gelungen. In engster Kollaboration zwischen den Agenturen mit unserem Marketing, Produkt und Vertrieb ist eine modulare 360-Grad-Kampagne entstanden, bei der das beste aus Kreation und Technologie zusammenkommt”, sagt Tobias Gubitz, Director Brand Strategy & Marketing bei Opel.

Carena Bongertz, Digital Transformation Director bei Scholz & Friends, ergänzt: "Nachdem es mit "Umparken im Kopf" gelungen ist, die Mauer der Vorurteile gegenüber der Marke Opel in den Köpfen der Menschen einzureißen, geht es jetzt darum, den Vertrieb effektiv über alle Kanäle zu unterstützen. Mit der neuen Kampagne konzipieren wir Vertrieb und Marketing von Anfang bis Ende des Projekts in einem Guss."

Genau so stylisch wie die neuen Sondermodelle, gibt sich auch das Design der Kommunikationsmaßnahmen: Komplett in schwarz-weiß-gelb gehalten, mit aufwendigen CGI-Szenen und Lichteffekten ähneln sie eher einem Musikvideo als einem Werbespot. Die Produktion lag bei Markenfilm, Regie führten Alex&Liane.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".