Smart Ideas :
Origami-Pasta vom MIT

Das MIT hat Pasta entwickelt, die sich erst beim Kontakt mit Wasser in Form rollt. Das spart Platz, Geld und ist ein smartes Verkaufsargument.

Text: Christa Catharina Müller

Wie sich die Pasta rollt, haben die MIT-Forscher am Computer berechnet.
Wie sich die Pasta rollt, haben die MIT-Forscher am Computer berechnet.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Innovativ zu sein, ist für Marken überlebenswichtig. Nur so bleiben sie im Relevant Set ihrer Kunden oder können neue dazugewinnen. Der größte Fehler, den immer noch viel zu viele Unternehmen begehen, ist, die Konsumenten zu unterschätzen. Denn die können sehr wohl ein brandneues Design von einer Erfindung unterscheiden.

Echte Innovationen bringen einem zum Staunen. Ein schönes Beispiel ist die Pasta des Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT. Im Originalzustand ist die Mischung aus Gelantine und Stärke flach wie Nudelteig. Erst wenn sie in Berührung mit Wasser kommt, verändert sie ihre Form.

Warum ist die MIT-Pasta nun smart?

Ganz einfach: In einer durchschnittlichen Packung Macaroni stecken zwei Drittel Luft. Hochgerechnet auf die Produktionsmengen von Barilla & Co. bedeutet das erhebliche Mehrkosten. Wem es also gelingt, flache Nudeln zu produzieren, der spart nicht nur bei Verpackungsmüll und Transport. Er gewinnt drittens ein neues Verkaufsargument hinzu: Wer bitte möchte nicht sehen, wie seine Pasta zu Hause aufploppt?

Die Arbeit der MIT-Forscher wurde diesen Monat auf der ACM CHI in Denver, eine Konferenz rund um die Interaktion von Mensch und Maschine präsentiert.


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

ist seit Februar 2014 Redakteurin im Ressort Marketing, wo sie über Mode und digitales Marketing schreibt. Bevor sie zu W&V kam, hat sie ein Onlinevolontariat bei Condé Nast absolviert und war anschließend drei Jahre als freie Autorin tätig, unter anderem als Bloggerin für Yahoo.