Irrtum #4: Influencer halten nur Produkte in die Kamera

Produkt in die Kamera halten, Lächeln, Foto schießen, Content senden – fertig?! Sicherlich kann Influencer Marketing auch so praktiziert werden – auch hier stellt sich aber die Frage, ob das eigene Marketingbudget so sinnvoll angelegt ist. Es gilt gemeinsam kreativ zu sein und Kampagnen zu entwickeln, die in die Lebenswelt des Influencers passen.

Organisiere ich eine Kooperation mit einem Influencer zu einem Kaffeevollautomaten, obwohl dieser jeden Morgen eine Instagram-Story über seinen Lieblingstee macht? Die Community, die den Lebensstil des Influencers kennt, wird sich darüber garantiert wundern – die Glaubwürdigkeit der Kampagne verpufft. Erfolgsversprechender ist’s doch, wenn ich als Marke den anstehenden Umzug, den Familiennachwuchs oder die Hochzeit der besten Freundin – also Anlässe im Leben des Influencers – in meine Kampagnen integriere. So erzählen Marke und Influencer gemeinsam eine glaubwürdige Story.

Irrtum #5: Influencer machen Schleichwerbung

Influencer ignorieren die Kennzeichnungspflicht und machen Schleichwerbung für Unternehmen? Wie überall gibt’s auch im Influencer Marketing schwarze Schafe. Aus unserer Sicht disziplinieren sich aber weite Teile der Branche zu einer klaren und vernünftigen Kennzeichnung.

Wir fragen uns: Warum sollte die klare und eindeutige Kennzeichnung als Werbung auch schlecht sein? Wenn Influencer und Marke miteinander harmonieren, die gemeinsame Kooperation glaubwürdig zur Lebenswelt des Influencers passt und gut durchdacht ist, dann bedeutet eine eindeutige und explizite Werbekennzeichnung keinen Authentizitätsverlust.

Die Autorin: Sahra Al-Dujaili ist Social-Media-Managerin und Spezialistin für Instagram-Kommunikation beim Handelskonzern Otto.


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W&V Redaktion
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