Corporate Social Responsibility :
Otto stattet seine Mitarbeiter mit Mehrweg-Bechern aus

Schluss mit Plastik: Der Onlinehändler Otto spendiert seinen Mitarbeitern umweltfreundliche Mehrweg-Becher für die Tasse Kaffee zwischendurch - natürlich im Otto-Branding.

Text: Annette Mattgey

- 9 Kommentare

Schluss mit Plastik: Der Onlinehändler Otto spendiert seinen Mitarbeitern umweltfreundliche Mehrweg-Becher für die Tasse Kaffee zwischendurch - natürlich im Otto-Branding. Das Unternehmen hofft, dadurch rund 130.000 Wegwerfbecher einsparen zu können. Die Aktion startet am 1. Februar. 

Produziert werden die Gefäße von Keepcup, einem australischen Hersteller, der mittlerweile weltweit tätig ist. Die nachhaltigen Becher können von Otto-Mitarbeitern in allen Bistros der Unternehmenszentrale zu einem vergünstigten Preis gekauft werden – der erste Kaffee ist dabei sogar kostenlos. Und auf jedes Getränk, das danach direkt aus der Maschine in den Keepcup und nicht in einen Einwegbecher fließt, erhält der Mitarbeiter einen Rabatt.

"In puncto Nachhaltigkeit nehmen wir seit Jahren eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Dass wir den Kaffeebechern aus Pappe nun den Kampf ansagen, ist ein wirkungsvoller Schritt um das Umweltbewusstsein unserer Mitarbeiter weiter zu stärken und einen Beitrag zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen zu leisten", erläutert Michael Heller, Otto-Bereichsvorstand Categories und stellvertretender Sprecher. Otto ist außerdem Teilnehmer des Hamburger Kaffeegipfels, einer Initiative der Bürgerschaft,die sich für nachhaltigen Kaffeekonsum einsetzt. Wie die Deutsche Umwelthilfe berechnete, landen in Deutschland pro Jahr rund drei Milliarden Einwegbecher im Müll.

Umweltfreundliches und soziales Engagement ist ein wichtiger Faktor in Sachen Mitarbeitergewinnung. 70 Prozent aller Marketing-und Medien-Absolventen legen Wert auf Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten ihres zukünftigen Arbeitgebers.

Für Otto lohnt sich die Einführung auch im Hinblick auf die Ökobilanz: Schon nach der 16. Nutzung ist der Mehrwegbecher der Papiervariante umwelttechnisch überlegen. Jährlich werden etwa 390 Kilogramm Plastik eingespart sowie einiges an Energie. So viel, dass damit – über die Lebensspanne der Keepcup-Becher gerechnet – 20 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden könnten.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Das Schwesterblatt LEAD digital begleitet sie seit 2011 treu online und versucht, dafür ordentlich Buzz bei Facebook und Twitter zu machen. Ausflüge zu W&V sind durchaus willkommen, insbesondere wenn es um Kampagnen und Karriere-Themen geht.



9 Kommentare

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Anonymous User 13. Januar 2017

In jeder Agentur, in der ich bisher schaffen durfte, gab's Company-Becher. Wasn das für News?

Anonymous User 13. Januar 2017

Grundsätzlich eine gute Entscheidung. Aber nicht neu. Bei uns wird ganz banal aus Unternehmenstassen getrunken. Übrigens schon lange und das auch noch kostenlos.

Anonymous User 13. Januar 2017

Was ist bloß los mit den großen Unternehmen in Deutschland? Unter dem Deckmantel der Ökobilanz Werbung durch Branding zu betreiben und Umsätze durch eigene Mitarbeiter zu generieren ist einfach nur frech! Wenn man es ernst meinen würde wären die Becher neutral gehalten und kostenlos. Der Kaffee wäre umsonst. So investiert man in die Umwelt und in die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Nur zufriedene Mitarbeiter (Becher geschenkt, Kaffee geschenkt, umweltbewusstes Unternehmen) strahlen diese Zufriedenheit gegenüber ihrer Mitmenschen aus, was auch dem Unternehmen zugutekommt (kostenlose Werbung durch positive Mundpropaganda. Ist doch gar nicht so schwer!

Anonymous User 13. Januar 2017

Ein Pfandsystem wäre vorzugswürdig (wohin mit dem Becher? Das ist doch gerade Sinn des To-Go), aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist willkommen.

Anonymous User 12. Januar 2017

Ich verstehe nur nicht, warum Mitarbeiter für Kaffee und Co. bezahlen. Ist der etwa nicht kostenlos?

Anonymous User 12. Januar 2017

Schöne Idee, doch nicht neu!

Die Serviceplan Gruppe in München hat jedem Mitarbeiter im Jahr 2015 bereits einen umweltfreundlichen Kaffeebecher (auch mit Logo gebrandet) GESCHENKT. Ebenso fand man dort schon einen Gutschein für den ersten kostenlosen Kaffee (oder anderes Getränk) und bekommt damit in allen internen Cafeterien einen Rabatt auf Heißgetränke für die darauf folgenden Füllungen.

Anonymous User 12. Januar 2017

Wie wäre es mit Geschirr? Das ist seit Jahrhunderten erprobt und unendlich wieder verwendbar!

Anonymous User 12. Januar 2017

Dabei muss man bedenken, dass die Pappbecher von Innen ja auch noch mit Plastik beschichtet sind.

Von daher ein sehr lobenswerter Schritt.

Anonymous User 12. Januar 2017

Richtig gut! ... schaut euch auch mal das Mehrweg-Pfandbecher-Poolsystem von El Rojito an: https://www.refillit-elrojito.de/

Das ist noch etwas weiter gedacht, so dass grundsätzlich überall auf Einwegbecher verzichtet werden kann/sollte.

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