Auch ich gehe bisher noch zum Laufen, verschiebe das aber auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, so dass ich möglichst wenig Menschen treffe. Und wenn doch, dann mache ich einen großen Bogen um sie. Das ist bestimmt nicht ideal, doch es ist eben doch ein Unterschied, ob ich das an die reichweitenstarke Glocke hänge oder nicht. Wer letzteres tut und somit andere auffordert, es ebenso zu tun, der handelt unverantwortlich und unsolidarisch. 

Es gibt auch vorbildliche Beispiele

Dass es in der Szene auch andere Ansätze gibt, zeigt vorbildlich der Bergsportausrüster Bergzeit. Das Unternehmen hat am Mittwoch klar Stellung bezogen und alle Bergsportler aufgefordert, daheim zu bleiben. Als Alternative bietet das Unternehmen beispielsweise Anleitungen für Yoga-Übungen für daheim an und zeigt, wie Kletterer auch ohne Berge und Kletterhallen fit bleiben können. Das ist vorbildlich.

Mich selbst hat das so beeindruckt, dass ich mir morgen gut überlege, ob ich die Laufschuhe wieder anziehe oder nicht doch eine Yoga-Einheit auf dem Balkon absolviere. Denn auch beim Yoga, das weiß ich aus Erfahrung, kommt man ordentlich ins Schwitzen. Und es hilft außerdem, einen milderen Blick auf die anderen zu bekommen. Auch auf fahrlässig handelnde Influencer.

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Lena Herrmann
Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.