Punkt 2 sieht vor, dass P&G nicht länger Media-Inventar akzeptieren will, bei dem die Content-Produzenten (auch Publisher und Media-Dienstleister) selbst ihre Verbreitung messen. Sie müssen sich innerhalb des Jahres 2017 MSC-konform messen lassen. Dazu überprüfen und zertifizieren speziell zugelassene Drittparteien die Messungen.

Punkt 3 sieht die Überprüfung aller Agenturbeziehungen vor. Sie müssen P&G maximale Transparenz bieten.

Punkt 4: Um Ad-Fraud zu verhindern, verlangt Procter & Gamble im Jahr 2017 eine Zertifizierung durch die Initiative Trustworthy Accountability Group (TAG) von jedem einzelnen Digitaldienstleister.

Pritchard sagte, dass all das eine gemeinsame Anstrengung erfordere. "Wenn wir Autos autonom fahren könne, dann werden wir auch Wege finden, wie man Medianutzung tracken kann."

Das dürfte auch einige Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt haben. 2016 hatte Procter & Gamble das größte Media-Budget deutschlandweit zu verwalten. Der Konzern gab bis zum Jahresende knapp 867 Millionen Euro aus, fast 62 Prozent mehr als im Vorjahr.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.