Politische Anzeigen :
P&G und Walmart kämpfen mit neuen Facebook-Regeln

Erste Marken lernen, wie Facebook die Regeln für politische Anzeigen auslegt. Beiträge von P&G und Walmart stellte das Netzwerk offline.

Text: Ulrike App

Facebook bemüht sich um mehr Transparenz bei politischen Anzeigen.
Facebook bemüht sich um mehr Transparenz bei politischen Anzeigen.

Facebook straft erste US-Marken ab und stuft ihre Anzeigen als "politisch" ein. Laut einem Bericht des US-Branchenblattes Adage traf es zuletzt unter anderem den Händler Walmart und den Konsumgüterkonzern Procter & Gamble. Das soziale Netzwerk schreibt vor, bei politischer Werbung den Geldgeber zu nennen. Ist dies nicht der Fall, stellt Facebook die bezahlten Beiträge offline.

Im Falle von P&G bemängelte Facebook ein Pride-Motiv. Das Unternehmen hatte betont, sich für LGBTQ-Rechte einzusetzen. Eine P&G-Sprecherin wundert sich, dass dieser Inhalt für Probleme sorgt. Der Konzern setzt sich mit Facebook in Verbindung, um das Vorgehen nachvollziehen zu können. 

Das Thema, das Walmart in Bedrängnis brachte: der US-Markt und das Bekenntnis man bringe "Jobs in die USA zurück". Diese Entscheidung hat Facebook nach dem Erscheinen des Adage-Berichts allerdings inzwischen wieder revidiert. 

Facebook hat inzwischen ein Archiv mit Anzeigen zu politischen Inhalten angelegt. Diese Sammlung kann jeder Nutzer durchsuchen. 


Autor:

Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.