Werbeverbot :
Paris verbannt sexistische Werbung aus der Stadt

Nach Beschwerden gegen Plakate von Saint Laurent geht die Stadt Paris nun verstärkt gegen sexistische Werbung vor. 

Text: W&V Redaktion

Die Plakate von Saint Laurent wurden auch im Netz massiv kritisiert.
Die Plakate von Saint Laurent wurden auch im Netz massiv kritisiert.

Nach Protesten gegen Schock-Plakate des Luxus-Modehauses Saint Laurent will die Stadt Paris keine sexistische oder diskriminierende Außenwerbung mehr sehen. Bei der Vergabe eines Dienstleistungsauftrages für die städtischen Werbe- und Informationstafeln sei dies vertraglich vereinbart worden, teilte das Rathaus der Hauptstadt mit.

Die umstrittenen Saint-Laurent-Plakate zeigten unter anderen ein Mager-Model, das sich auf einem Hocker abstützt. Gegen die als sexistisch kritisierten Werbebilder hatte es bei der Werbeaufsicht zahlreiche Beschwerden gegeben - sie waren schließlich über Nacht abgehängt worden.

Twitter-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

London und Genf hätten bereits ähnliche Vorkehrungen getroffen, berichtete die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo mit Blick auf den Bann. Die Stadt Paris nutze alle ihre Möglichkeiten, das Verbreiten von erniedrigenden Bildern zu verhindern. Das Rathaus nahm zu dem Streit um die Saint-Laurent-Bilder nicht explizit Stellung. (dpa)


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.