Gender-Marketing :
PepsiCo bringt Chips für Frauen auf den Markt

Die PepsiCo-Tochter Frito-Lay glaubt zu wissen, weshalb Frauen keine Chips in der Öffentlichkeit essen wollen. Und will das mit speziellen Frauen-Snacks ändern.

Text: Manuela Pauker

Zu crunchy für Frauen? Bald sollen leisere Chips dieses Problem lösen.
Zu crunchy für Frauen? Bald sollen leisere Chips dieses Problem lösen.

Welche Frau kennt das nicht: Da möchte man gerne mal zwischendurch ein paar Chips knabbern, aber es gibt einfach zu viele Probleme damit. Das laute Krachen beim Essen. Die fettigen, je nach Sorte auch noch verfärbten Finger. Und um die letzten köstlichen Krümel aus der Tüte nicht zu vergeuden, muss man sie sich direkt in den Mund kippen – in der Öffentlichkeit, shocking! Alles sehr, sehr undamenhaft und von der Gesellschaft daher verpönt.

Findet man jedenfalls bei dem US-Konzern PepsiCo. Um endlich die volle Gleichberechtigung beim Snacken zu erreichen, will das Unternehmen, dessen Tochter Frito-Lay unter anderem  Knabbereien der Marken Doritos und Cheetos verkauft, jetzt gezielt für Frauen designte Produkte anbieten. Das kündigte PepsiCo-CEO Indra Nooyi in einem Interview mit dem Radiosender Freakonomics an.

Geräuschlos und spurenfrei

Die Frauen-Chips und –Flips, die voraussichtlich schon in den nächsten Monaten in den USA in die Regale gepackt werden, sollen unter anderem weniger laut krachen und kaum noch Fett-Gewürz-Mischung an den Fingern hinterlassen. Ach ja – und zudem in handtaschen-tauglichen Größen angeboten werden.

Vermutlich sind auch kalorienreduzierte Varianten darunter  – man will ja schließlich verhindern, dass die Käuferinnen im neuentdeckten Chips-Rausch durch eine spontane Gewichtszunahme vom weiteren Kauf der eigens für sie gemachten Produkte abgeschreckt werden.

Schutz gegen fettige Chips-Finger.

Wer die Zeit bis zum Launch der Lady-Chips überbrücken möchte, kann übrigens auf ein in den USA populäres Hilfsmittel zurückgreifen: Der "ChipFinger" aus Silikon verhindert schlimmste Verschmutzungen und lässt sich auch noch farblich auf die Garderobe abstimmen. Was man als Frau eben so braucht.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde


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