Peta will Strauss-Kahn als Kastrationsbeauftragten gewinnen

PR-Kampagne à la Peta: Ingrid Newkirk, die Gründerin der Tierrechtsorganisation, hat Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in einem offenen Brief angeboten, bei der Organisation als Kastrationsbeauftragter zu arbeiten.

Text: Markus Weber

Die auf Nackte-Haut-Werbung, Promi-Testimonials und Schockkampagnen spezialisierte Tierrechtsorganisation Peta sorgt nun zur Abwechslung mit einer - sagen wir mal - außergewöhnlichen PR-Kampagne für Aufsehen. Ingrid Newkirk, die Gründerin der Organisation, hat dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungs-Fonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn angeboten, bei ihrer Organisation als Kastrationsbeauftragter zu arbeiten.

"Niemand wäre besser geeignet als Sie, den Menschen klarzumachen, dass ein ungezügelter Sexualtrieb zu vielen Problemen führen und ein Leben radikal verändern kann", schreibt Newkirk in ihrem offenen Brief. Um dann auf ihr eigentliches Anliegen zu kommen: "Der Sexualtrieb unkastrierter Hunde hat bereits verheerende Auswirkungen: Millionen von Tieren werden in Tierheimen auf der ganzen Welt Jahr für Jahr getötet. Wenn Sie sich im Namen der Tiere dafür stark machen, würden die Menschen zuhören", wendet sie sich direkt an Strauss-Kahn.

Die Peta-Chefin bittet den Ex-IWF-Chef außerdem um seine Zustimmung zur Veröffentlichung eines Anzeigenmotivs, auf welchem dessen Konterfei zusammen mit dem Slogan "Zu viel Sex kann eine schlechte Sache sein" zu sehen ist.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.