Philipp Humm wechselt von T-Mobile zu Vodafone

Pikanter Wechsel: Philipp Humm, Boss von T-Mobile USA und davor Chef von T-Mobile Deutschland, soll neuer Zentraleuropachef des Konkurrenten Vodafone werden.

Text: Markus Weber

Philipp Humm, bis vor kurzem Boss von T-Mobile USA und davor Chef von T-Mobile Deutschland, soll neuer Zentraleuropachef des direkten Wettbewerbers Vodafone werden. Damit verbunden sei auch ein Umbau des Europa-Geschäfts bei dem Mobilfunkkonzern, meldet das "Manager Magazin" heute.

Erst gestern Abend hatte die Deutsche Telekom bekanntgegeben, dass der 52-jährige Humm das Unternehmen verlässt. Humm war seit 2010 Chef von T-Mobile USA, dem langjährigen Sorgenkind des Konzerns. Der geplante Verkauf der US-Sparte an den Konkurrenten AT&T war aus wettbewerbsrechtlichen Gründen gescheitert.

Humm kam bereits im Jahr 2005 zur Telekom, wo er zunächst für das Mobilfunkgeschäft in Deutschland verantwortlich war. Insofern ist sein jetziger Wechsel zum direkten Wettbewerber besonders pikant: Telekom-Boss René Obermann soll Humm dem Bericht zu Folge sofort beurlaubt haben, nachdem dieser ihm den geplanten Wechsel mitgeteilt habe.

Dem "Manager Magazin" zu Folge will Vodafone sein Europa-Geschäft künftig in die Regionen Nord- und Zentraleuropa sowie Südeuropa aufteilen. Humm soll dabei als Mitglied des Group Executive Committee unter anderem die Geschäfte in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden leiten. Das Südeuropa-Geschäft von Vodafone soll künftig Paolo Bertoluzzo führen, derzeit Italien-Chef der Vodafone-Gruppe.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.