Körperpflege :
Philipp Lahm will seine Sixtus-Cremes ins dm-Sortiment bringen

Der Ex-Fußballer Philipp Lahm ist ab sofort alleiniger Anteilseigner der Pflegeproduktmarke Sixtus. Seine Aufgabe: Den Mittelständler wieder auf solide Füße stellen.

Text: Lena Herrmann

Philipp Lahm macht Sixtus fit für die Zukunft
Philipp Lahm macht Sixtus fit für die Zukunft

Die traditionsreiche Pflegemarke Sixtus macht sich fit für die Zukunft. Und Philipp Lahm, bis Mai Fußballspieler im Dienste des FC Bayern, unterstützt das oberbayerische Unternehmen dabei stärker als bisher. Bereits 2015 ist Lahm bei Sixtus eingestiegen und hat 50 Prozent der Anteile übernommen, jetzt kauft der 33-Jährige die andere Hälfte. Geschäftsführerin Petra Reindl soll weiterhin an Bord bleiben, mit ihr zusammen arbeitet Lahm an einer zukunftsfähigen Markenstrategie.

Bereits jetzt wurde das Sortiment deutlich verkleinert und mehr auf die Bedürfnisse der Zielgruppe, die sich aus Sportlern, Wanderern und Hobbyaktiven zusammensetzt, ausgerichtet. Zudem hat Sixtus seine Verpackungen der Balsame und Lotionen für Hände, Füße und Körper überarbeitet. Philipp Lahm zieht zudem nicht nur im Hintergrund die Fäden, er sieht sich auch als Markenbotschafter.

Auf Facebook äußert er sich zu den Plänen: 

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Sixtus hat Großes vor. Das Unternehmen, das derzeit noch in Hausham am Schliersee sitzt, plant eine Erlebniswelt. Den bisherigen Firmensitz muss Sixtus bis Jahresende räumen. Die Schlierseer erteilten der Erlebniswelt jedoch per Bürgerentscheid eine Absage. Noch ist der zukünftige Standort daher offen. In der geplanten Erlebniswelt sollen sich Bergsportler und andere Aktive vor Ort über die Produkte informieren können - und sie kaufen.

Die Traditionsmarke, gegründet 1931, setzt auf natürliche Inhaltsstoffe, die größtenteils in den bayerischen Alpen gewonnen werden. Zudem will Sixtus über eine Listung bei der Drogeriekette dm neue Kunden erreichen und seine Distribution erweitern. Aktuell laufen Radiospots, die auf den neuen Vertriebspartner hinweisen.

2013 hat die Gründerfamilie Becker das marode Unternehmen Sixtus an die Kroha Holding verkauft, deren Chef Franz Kroha holte Lahm an Bord. Jetzt übergibt Kroha an Lahm und widmet sich wieder seinem eigentlichen Geschäft, dem Verpackungsbusiness. Sixtus machte 2016 rund 3,2 Millionen Euro Umsatz.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.