Philipp Wallisch von Milka

Philipp Wallisch: Der Österreicher ist seit 2017 Marketingleiter für Milka in der DACH-Region.

Wer ist Ihre Konkurrenz? Eher Bahlsen und Griesson oder doch Ritter Sport und Lindt? 

Wir versuchen, vor allem auf uns zu schauen und unsere Stärken zu nutzen. Natürlich gibt es einige Konkurrenten. Aber wenn man sich unsere Entwicklung anschaut, sind wir gut beraten, uns auf unsere Stärken zu beziehen. Zum Beispiel sind wir in Deutschland im Tafelsegment die Nummer 1 mit rund 26 Prozent Marktanteil (er veweist auf Nielsen). 

Ungefähr jede vierte hier verkaufte Tafel kommt von Milka. Im gesamten Schokoladenmarkt sind wir im rollierenden Jahr Nummer 2. Auf diese Ergebnisse sind wir extrem stolz.

Haben Sie bei dem riesigen Sortiment nicht Sorge, dass der Kunde die Orientierung verliert oder schon verloren hat? 

Das Problem sehe ich nicht, ganz im Gegenteil. Wir haben fantastische Resultate bei unseren Brand Equity Scores. Natürlich überlegen wir uns genau, in welche Segmente wir die Marke wann und wie erweitern. Ehrlicherweise beobachten wir derzeit, dass unser Markenkern stärker statt schwächer wird. Der Multisegmentzugang funktioniert also tatsächlich. Neue Produkte sind in der Schokoladenkategorie ein sehr wichtiger Wachstumstreiber.

Warum gerade bei Schokolade? 

Es ist ein Spezifikum der Schokoladenkategorie, dass der Verbraucher immer wieder Neuprodukte verlangt. Was besonders interessant ist: Unter unseren Kunden gibt es zwei Lager. Die einen mögen die klassischen Sorten. Unsere Alpenmilch ist immer noch die am meisten verkaufte Schokoladensorte. Gefolgt von Ganze Haselnüsse und Noisette. Aber wir beobachten auch, dass ein Teil des Wachstums durch die Impulse kommt, die wir mit neuen Produkte setzen.

Das gesamte Interview mit Philipp Wallisch zur Multi-Brand-Strategie und zu den drei Werbeclaims mit ausführlicher Analyse lesen Sie in der Ausgabe 32 der W&V.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.