Playstation Vita: Sony verteidigt umstrittenen TV-Spot

Der TV-Spot zur neuen Play Station Vita sorgt für Kritik am Spielehersteller Sony Computer Entertainment Deutschland. Der Vorwurf: Der Werbefilm trage zur Gewaltverherrlichung bei. Bei Sony sieht man das natürlich ganz anders.

Text: Sebastian Blum

13. Mar. 2012

"Wo andere nur Fußspuren hinterlassen, hinterlegen mir meine Freunde Waffen": Der TV-Spot von Sony Computer Entertainment Deutschland zur Konsole Playstation Vita stößt bei einigen übel auf. Denn Kritiker fühlen sich bei dem Film an Schulmassaker wie in Erfurt oder Columbine erinnert. "'Erhebt euch und folgt mir...' (in den Krieg ?!)  Gehts noch ?! Was soll das bitte?", schreibt ein User auf Youtube. Zu den Kritikern gehörte auch W&V-Redakteurin Anja Janotta. Das sieht der Spielehersteller aber naturgemäß anders.

Die Kritik am aktuellen Spot könne man im Grunde nachvollziehen, äußert sich Guido Alt, Senior PR-Manager bei Sony Computer Entertainment. "Muss aber Werbung jedem gefallen?", fragt Alt und liefert gleich die Antwort: Gegen einige wenige Negativstimmen stehe eine sehr große Anzahl an positivem Feedback. Zielgruppe des Werbefilms seien die sogenannten "Hardcore Gamer" ab 16 Jahre.

Gerüchte, dass Sony den umstrittenen Spot im TV zurückgezogen habe, verneint Alt. Die Schaltzeiten für den Spot seien ausgelaufen, entsprächen aber der genauen Planung der Laufzeit. Schließlich sei der Spot auch erst ab 20 Uhr angelaufen, in den "entsprechenden zeitlichen Umfeldern". Also alles kinderfreundlich?

Vielleicht beschreibt ein User auf der Plattform Youtube die Kritik am Playstation-Vita-Film am besten: "Die Kampagne hat eins erreicht: Aufmerksamkeit. Dennoch, hätte man geschickter machen können." Denn auch im Internet ist der Spot zu sehen - ob vom 25-jährigen Hardcore Gamer oder vom zehnjährigen Schulkind.


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