Po-Werbung sei im Volleyball, aber auch in anderen Sportarten wie Boxen oder Handball seit vielen Jahren völlig normal, so Landrätin Peggy Greiser, früher selbst Volleyballerin. "Auch die Volleyballerinnen aus Dresden, Schwerin, Vilsbiburg oder Stuttgart, aber auch verschiedene Männermannschaften, werben mit doppeldeutigen Slogans auf dem Po."

Greiser findet nichts Anstößiges an der Werbung. "Durchtrainierte Sportler sind wie Models sexy Werbeikonen. Da guckt man als Frau und als Mann gerne hin. Und: Die Suhler Volleyballerinnen sind taffe Frauen und gestandene Leistungssportlerinnen, die entscheiden sehr selbstbestimmt, ob sie das gut finden oder nicht", sagte die Landrätin.

"Beste Lage" sorgt für Bekanntheit

Greiser setzt auf das Konzept aus dem vergangenen Jahr. Damals stand das Industriegebiet Thüringer Tor im Mittelpunkt, die Website dazu heißt "Beste Lage". Die Kampagne, von ihrem Vorgänger  Peter Heimrich (SPD) initiiert, war "sehr erfolgreich", insgesamt verbuchte die Internetseite www.beste-lage.com rund 100.000 Zugriffe, nicht zuletzt dank der medialen Aufmerksamkeit, unter anderem durch eine Beschwerde beim Werberat, die allerdings folgenlos blieb. Darauf setzt der Landkreis auch in diesem Jahr. 

Zu mehr Industrie in der Region führte das Sportsponsoring jedoch nicht: "Wir hatten zahlreiche Anfragen zu unserem Industriegebiet. Bei einer Großansiedlung muss jedoch alles genau passen. Das war bisher leider nicht der Fall", so Greiser. (dpa/fs/am)


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W&V Redaktion
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