In UK hatte L‘Oréal angekündigt, wenigstens vorübergehend die Werbung auf Youtube-Videos zu stoppen, weil der Kosmetikkonzern befürchtete, mit seiner Markenwerbung extremistische Inhalte zu unterstützen. In den USA reduzierte die JP Morgan Chase Bank reduzierte sogar die Zahl der mit Displays belegten Webseiten von 400 000 auf 5000 im Monat, ohne dabei einen nennenswerten Effekt auf die Kosten pro Ad Impression und Sichtbarkeit zu bemerken, schreibt die New York Times.

In Deutschland investierte L‘Oréal laut Nielsen im Vergleich zu P&G allerdings wieder mehr in Onlinemedien und reduzierte dagegen die Ausgaben im Fernsehen (minus neun Prozent). Auch was die Verteilung der Budgets auf Displaywerbeformen versus Onlinevideo anbelangt sind laut Nielsen unterschiedliche Trends bei den Top Werbungtreibenden zu erkennen.

Während P&G,  L’Oréal, VW, Media-Saturn und Beiersdorf ihr Onlinebudget zu Onlinevideo shiften (bei den von Nielsen abgefragten OVK-Vermarktern), setzen Ferrero (trotz Kürzung der Onlinebudget), Lidl, Telekom, Reckitt Benckiser und Sky weiterhin anteilsmäßig stärker auf Displayformate.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.