Super Bowl 2018 :
Promis können Alexa nicht ersetzen

Amazon hat seinen Super-Bowl-Spot für Alexa vorab online veröffentlicht. Und weitere Werke, die das Publikum am Sonntag während des Footballfinales erwarten.

Text: Susanne Herrmann

Wenn Prominente wie Schauspielerin Rebel Wilson den Job von Amazons Alexa übernehmen, kann da schon mal ein bisschen stimmungsvoller "Dirty Talk" aus der Badewanne rauskommen.
Wenn Prominente wie Schauspielerin Rebel Wilson den Job von Amazons Alexa übernehmen, kann da schon mal ein bisschen stimmungsvoller "Dirty Talk" aus der Badewanne rauskommen.

In vier Tagen treffen die New England Patriots und die Philadelphia Eagles im Super Bowl aufeinander. NBC wird das Sportspektakel übertragen und ruft offiziell mehr als 5 Millionen Dollar für 30 Sekunden Werbung auf - mehr als 100 Millionen Amerikaner werden zusehen. Die Eagles haben den Super Bowl noch nie gewonnen, die Patriots dagegen schon fünfmal (und immer waren Bill Belichick als Trainer und Tom Brady als Quarterback dabei) - zuletzt 2017, als sie in einer spektakulären Aufholjagd samt Verlängerung die Atlanta Falcons schlugen.

Außerhalb des Spiels werden einige Werbspots für Furore sorgen - allen voran, so unser Tipp, dieser hier: Amazon spendierte seiner KI Alexa einen 90-Sekünder. Die beeindruckende Promi-Riege wurde in den vergangenen Tagen bereits in Teasern vorgestellt. Nun kommt die Auflösung - die zwar am Ende wenig überrascht, aber bis dahin gut gemacht ist und für einige Schmunzler sorgt. Schön: Die Promis von Rebel Wilson über Gordon Ramsay bis Anthony Hopkins nehmen sich wunderbar auf die Schippe. Agentur: Lucky General.

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Da kommen diese beiden, die sich vor allem auf die Zugkraft des Themas Football verlassen, nicht ran - zumindest nicht hier, wo die Heldenverehrung von Trainern wie Belichik oder Quarterbacks wie dem früheren Indianapolis-Star und zweimaligen Super-Bowl-Gewinner  Peyton Manning nicht so intensiv ausfällt. Die Amerikaner werden die Werbespots, die Duracell und der Vergnügungspark Universal (Langversion) vorab ins Netz stellten, aber bestimmt zu schätzen wissen.

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Duracell spielt auf den "größten Coach aller Zeiten" Bill Belichik an (Agentur: Wieden + Kennedy New York).

Die Biermarke Michelob Ultra von Anheuser Busch zeigt inzwischen den zweiten Teil ihrer Kampagne mit "Guardian of the Galaxy" Chris Pratt. Dessen Auftritt als Testimonial fällt ja anders aus, als er sich das gedacht hat. Die Hauptsache aber ist: "I Like Beer." Die beiden Spots von FCB Chicago werden als 30-Sekünder im zweiten und vierten Viertel des Footballspiels laufen. Pratt unterstützt als besserer Statist Golfprofi Brooks Koepka, Surfer Kelly Slater und Marathonläuferin Shalane Flanagan. Den ersten Teil des Spots mit Pratts Vorbereitung auf den Werbeauftritt (60-Sekunden-Version) sahen online bereits mehr als 3,6 Millionen Menschen innerhalb von gut zwei Tagen. Von Folge zwei ist ebenfalls die Langfassung online.

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Sogar vergleichende Werbung hat der Super Bowl 2018 zu bieten: Der Burgerbrater Wendy's bietet dem Fastfoodriesen McDonald's Paroli (Agentur: VML). Es geht um frisches versus tiefgefrorenes Hackfleisch im Burger.

Und dann ist da noch der Auftritt von Keanu Reeves für den Webservice Squarespace. Für die Botschaft "alles ist möglich" ist das aber am Ende doch ein wenig schlicht. Die Teaser wiesen bereits in die Richtung: ein Star, ein Motorrad, Wüste ...

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Natürlich Geschmackssache, aber uns ist das Geblödel der Avocados from Mexico dann doch ein wenig näher. Mit dabei sind hysterische Ökos aus der Zukunft und Schauspieler Chris Elliott. Das Spiel mit Utopien, Panik, dem Leben in der Blase (und ohne WLAN), erdacht von der Agentur GSD&M, entbehrt ja nicht einer gewissen Grundlage ... Darum gibt es hier die 60-Sekunden-Fassung. Am Sonntag wird der 30-Sekünder eingesetzt.

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Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.