Tempo durch Unabhängigkeit

Was Puma bei seinem Sprint zudem helfen dürfte: Hauptaktionär Kering zieht sich aus dem Sportbereich zurück und konzentriert sich auf das Luxusgeschäft mit seinen Marken Gucci und Brioni. Die Franzosen hielten 86 Prozent der Puma-Aktien. Dieser Anteil soll auf 16 Prozent sinken. Puma wird damit zu einem unabhängigen Unternehmen mit einem Streubesitz von rund 55 Prozent der Aktien. Die Artemis-Holding von Kering-Chef Francois-Henri Pinault will 29 Prozent an Puma behalten.

Diese Entwicklung, so Puma-Chef Björn Gulden, bedeute letztlich schnellere Entscheidungen. "Damit werden wir Puma zur schnellsten Sportmarke der Welt machen", so Gulden.

Auch für Fußballfans gibt es interessante Neuigkeiten. Zwar ist das von Puma ausgerüstete Italien nicht bei der Weltmeisterschaft im Juni mit dabei. Folglich fehlen die Umsätze aus den Verkäufen der Azzurri-Shirts. Aber dafür hat Puma jetzt eine langfristige Partnerschaft mit dem italienschen Club AC Milan bekanntgegeben. Mit 18 internationalen Titeln, darunter sieben Champions-League-Siegen, gehört der 119 Jahre alte AC Mailand zu den stärksten Fußballclubmarken der Welt.


Autor:

Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Leiter des Marketing-Ressorts der W&V und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.