Reebok zieht Kampagne aus Fitness-Clubs zurück

Appell zum Fremdgehen? - Die Adidas-Tochter Reebok zieht nach teils heftiger Kritik eine Plakatkampagne in den "Fitness First"-Clubs zurück. Die Aussage auf den Plakaten legte nahe, dass Seitensprünge in der Partnerschaft gutzuheißen sind.

Text: Markus Weber

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"Cheat on your girlfriend, not on your workout" war auf den Plakaten in den rund 100 deutschen Fitness First-Clubs zu lesen. Die Freundin betrügen sei demnach völlig o.k., zumindest aber nicht so schlimm wie etwa beim Training zu betrügen. So musste jeder, der das Plakat sah (siehe Abbildung) die Botschaft verstehen.

Doch nach teils heftiger Kritik im Internet fühlt sich die Fitnessmarke und Adidas-Tochter Reebok nun missverstanden und zog die Plakate bundesweit zurück. Angeprangert worden war zuvor vor allem eine "frauenfeindliche Haltung", welche in der Plakataussage zum Ausdruck komme.

Der Sportartikelhersteller Reebok und Fitness First sind seit dem vergangenen Jahr strategische Partner im Bereich Marketing. Bei der offiziellen Ankündigung dazu hieß es, die beiden Partner wollten "kreative Ansätze für die Zusammenarbeit entwickeln". In den 102 deutschen "Fitness First"-Clubs ist Reebok seither mit Sonderwerbeformen, Bannern und im hauseigenen Newsletter werblich präsent.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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