Rewe-Schokopudding mit weniger Zucker

Die vier Becher zum testen gibt es seit dem 15. Januar bei Rewe

Als zweites war der Minus-20-Prozent-Pudding an der Reihe. Der geschmackliche Unterschied war minimal. Hätte ich vorher nicht schon den süßeren probiert, hätte ich ihn für das Standardprodukt gehalten. Also auch lecker.

Deutlicher wurde der Unterschied erst bei dem Pudding mit 30 Prozent weniger Zucker. Er schmeckte etwas herber schokoladig und milchiger. Die eigentlichen Aromen, nämlich Kakao und Milch, kommen bei weniger Zucker deutlicher zum Vorschein. Das gefällt mir.

Zuckerschock

Dem vierten Becher aber schmeckt man die 40 Prozent weniger Zucker tatsächlich an. Er ist immer noch in Ordnung, aber das Glücksgefühl und die Befriedigung, die man beim Verspeisen einer Süßigkeit erwartet, blieben aus. Fans von Zartbitterschokolade mögen das anders sehen. 

Rewe empfiehlt, nach dem vierten noch einmal das Standardprodukt zu verkosten. Mund auf, Löffel rein - Zuckerschock. Plötzlich ist der normale Pudding so pappsüß, dass ich das Gesicht verziehe. "Wie konnte Rewe bisher so einen furchtbar süßen Pudding verkaufen?", frage ich mich spontan. Mein Ich von vor drei Minuten weiß die Antwort: Weil er "sehr cremig, angenehm schokoladig und schön süß" ist. Zumindest wenn man keinen Vergleich hat.

Da ich aber den Vergleich habe, entscheide ich mich für Sorte 3, also die mit 30 Prozent weniger Zucker. Sie liegt nur ganz knapp vor der mit 20 Prozent weniger. Ich hoffe, der Rest von Deutschland sieht es ähnlich. Denn die Gewinnersorte wird in Zukunft produziert und kommt statt des Ausgangsproduktes spätestens im Mai in den Handel.

Allerdings muss ich am Ende zugeben - Schokopudding-Käufer werde ich sicherlich auch dann nicht. 


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.