Restbestände an Plastiktragetaschen würden in den Märkten noch bis Juli verkauft, teilte Rewe mit. Die besonders dünnen Tüten für Obst und Gemüse sollen auf lange Sicht ebenfalls verschwinden. Tests sind zum Beispiel mit wiederverwendbaren Netzen geplant, wie Souque erklärte. In den über 3000 Rewe-Märkten kaufen wöchentlich rund 27 Millionen Kunden ein.

In einer dreimonatigen Testphase hatte das Unternehmen in mehr als 130 Märkten den Verzicht auf die Plastiktüten ausprobiert. Ein Großteil der Verbraucher befürworte und akzeptiere den Schritt, fasste der Handelsriese seine Erfahrungen zusammen. Fast zwei Drittel der befragten Kunden wolle zu mehrfach verwendbaren Tragetaschen oder Einkaufskartons greifen.

"Das ist ein entscheidender erster Schritt", lobte der Präsident der Umweltschutzorganisation Nabu, Olaf Tschimpke. Es gehe darum, dass Kunden lernten, dauerhaft auf wiederverwendbare Taschen umzusteigen.

Barbara Hendricks wies darauf hin, dass Papiertüten in der Herstellung nicht umweltfreundlicher seien als Plastiktaschen, wohl aber in der Entsorgung. "Eine Papiertüte im Meer macht rein gar nichts, die wird sich ganz schnell auflösen."


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.